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Pünktlich um 16.00 Uhr begrüßte Dr. Klaus Walther, der stellvertretende Vorsitzende des Sächsischen Schriftstellervereins e.V. die Schar interessierter Gäste. Die gute Nachricht: den Gästen wurden einige interessante Weine offeriert. Die schlechte Nachricht: dem angekündigten Erzgebirgssänger hatte die Stimme versagt. Doch zur Sache selbst. Das neue Buch biete Mundarttexte aus dem Erzgebirge. Das Projekt sei in einer Gemeinschaftsarbeit von Kulturraum Erzgebirge, Sächsischen Schriftstellerverein e.V. und Mironde-Verlag entstanden, und widerlege den alten Spruch, dass viele Köche den Brei verdürben. Man könne einwenden, dass es den Titel »Die schönsten erzgebirgischen Weihnachtslieder« schon mehrfach gäbe. Das sei sicher richtig. Aber die vorliegende Ausgabe vereine ganz bewusst Stimmen von Autoren, die bislang nicht in gemeinsamen Publikationen zu finden waren.
Die schönsten erzgebirgischen Weihnachtslieder sei als erster Band der Edition Kammweg gedacht. Die Anregung dafür sei von Frau Berger, der Leiterin der Zschopauer Bibliothek gekommen. Sie habe auf das »Heilig Ohmd-Lied« in einer historischen Ausgabe mit Scherenschnitten von Max Pickel verwiesen. Nach und nach sei dann der kleine Band entstanden. Man habe durch Sammler weitere Scherenschnitte von Max Pickel zugänglich machen können. Er selbst habe bei der Auswahl Lieder wiederentdeckt, die er einst als Kind schätzen gelernt habe. Er danke der Buchgestalterin Birgit Eichler für die Auswahl des angemessenen Layout, der Typografie und des Papieres für den kleinen Band.

 
 

Steffen Meyer (rechts neben Dr. Klaus Walther) vom Kulturraum Erzgebirge fügte an, dass die Edition-Kammweg-Idee aus dem Kammweg-Literaturwettbewerb heraus entstanden sei. Der Wettbewerb habe inzwischen für interessante Impulse in der gegenwärtigen Literaturszene geführt. Die Autoren lernten einander kennen und regten einander auch an. Mit der Edition-Kammweg wolle man einerseits traditionelle Erzgebirgsliteratur, die in Vergessenheit zu geraten drohe, bewahren. Andererseits wolle man auch eine angemessene Publikationsform für gegenwärtige Erzgebirgsliteratur schaffen.

 
 

Dr. Andreas Eichler, der Vertreter des Mironde-Verlages, bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit den renommierten Partnern. Er verwies darauf, dass jeder der im Band vertretenen Autoren die erzgebirgische Mundart anders wiedergebe. Dies sei Zeichen der Stärke und Lebendigkeit des Dialektes. Gerade diese Stärke, die auf der Vielfalt beruhe, wolle der Mironde-Verlag bewahren helfen. Dies sei, angesichts heutiger Trends zu globalisierten Büchern, in Millionenauflage für alle und keinen, dem Anschein nach aussichtslos. Aber die Herausgeber des Bandes gängen von einer weiten Fassung des Lied-Begriffes aus. Nicht allen Liedern habe man einen Notensatz angefügt. Lied sei hier eher im Sinne der »Muttersprache der Poesie« verstanden, wie es einst Johann Gottfried Herder formulierte. In seiner Liedersammlung vereinigte Herder auch vielfältige Texte, übrigens auch Bergmannslieder über den Prinzenraub. Herder wählte seinerzeit den Titel »Stimme der Völker in Liedern«. Damit machte er deutlich, dass Weltliteratur nur die sein kann, die aus der regionalen Vielfalt lebt. In diesem Sinne sei das kleine Bändchen mit erzgebirgischen Weihnachtsliedern schon ein Beitrag zur Weltliteratur.
Johannes Eichenthal

 
 

Informationen
Heit is dr Heilge Ohmd ihr Maad.
Die schönsten erzgebirgischen Weihnachtslieder.
Engl. Broschur, 96 Seiten Verkaufspreis 9,50 Euro
ISBN 978-3-937654-25-6

Zu beziehen in jeder Buchhandlung:
Oder direkt beim Mironde-Verlag: E-Mail: verlag@mironde.com
Tel. 03722/95377, Fax 0180/366338806272

 
 

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Erzgebirgische Weihnachtslieder
Buchvorstellung in Stollberg
 

Auch am Vorabend des zweiten Advent zog es wieder tausende Touristen in das Erzgebirge. Städte und Dörfer erstrahlen unter dem weihnachtlichen Festschmuck wie Metropolen. Bergparaden, Blasmusik und Weihnachtsmärkte zogen die Besucher an. Glücklich konnte sich in Stollberg schon der schätzen, der einen Parkplatz fand. Unaufhaltsam zog der Strom der Masse in Richtung Weihnachtsmarkt. Es roch nach Glühwein und Bratwurst, Lebkuchen und Kräuterschnaps. Händler priesen warme Schuhe und coole CDs an.
Doch einige Menschen bemühten sich an diesem Abend strebend gegen den Strom: bei Bücher-Walther war eine Buchvorstellung und ein Auftritt eines bekannten Erzgebirgs-Volkssängers angekündigt.

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