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Die Große Düsseldorfer ist weit und breit eine der wenigen Veranstaltungen solcher Größenordnung und Qualität, die von einer Künstlervereinigung bestellt wird. Das soll sich bald ändern, denn schon die diesjährige Auswahl der Teilnehmer kam zustande durch ein unabhängiges Kuratorengremium von jeweils vier Künstlern und vier Museumsleitern. An großen und bekannten Namen hat es in der Vergangenheit nicht gefehlt, an jungen experimentelle Tendenzen auch nicht, jedoch waren langjährige Vereinsmitglieder traditionell ein fester Bestandteil dieser Ausstellung. Die Mehrheit dieser Teilnehmer ist in diesem Jahr nicht mehr dabei.
Mit einer Erhöhung des Ankauf-Budgets für die örtlichen Museen und Landessammlungen, mit der Verdoppelung der Preisgeldern und durch eine bessere Kooperation mit der Stiftung-museum-kunst-palast wollen verantwortliche Politiker ihr Engagement für die Kunst und Kultur unter Beweis stellen. Traditionsgemäß werden innerhalb der Ausstellung ein Kunstpreis und ein Förderpreis verliehen.

 
 

Der Kunstpreis ging in diesem Jahr an Günter Weseler, der durch seine Atemskulpturen bekannt ist. Der Förderpreis wurde an die junge ungarische Malerin Sala Lieber verliehen, die an den Kunstakademien Dresden und Düsseldorf ihr Studium absolvierte.
Die beiden Preisträger repräsentieren zwei Welten, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Mit seinen objekthaften Inszenierungen aus Alltagsgegenständen und surrealen Atembewegungen schafft Günter Weseler eine Welt der Banalität, der Nichtigkeit und der Überraschung zugleich mit durchaus unkonventionelle Mitteln.


 
 

Dagegen stellen die Gemälde von Sala Lieber eine Demonstration malerischer Virtuosität, anatomische Sicherheit, Farbpracht und barocker Bilddynamik just im Sinne von Tiepollo und David Sale. Jedoch erscheint das postmoderne Moment in ihren Bildern bescheidener und subtiler als die barocke Komponente.
Ion Isaila


 
 

Foto: Installation von Anja Maria Strauss

Information
Die Ausstellung bleibt bis zum 16. März 2008 geöffnet im museum-kunst-palast (Ehrenhof) in Düsseldorf. Es ist eine 260-Seiten-Dokumentation zur Geschichte der Kunstausstellungen und des Vereins erschienen.
Weitere Informationen: www.dieGrosse.de

 
 

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Die Große
NRW Kunstausstellung in Düsseldorf eröffnet
 

Am Abend des 9. Februar 2008 wurde die Große Kunstausstellung NRW in Düsseldorf mit einem rhetorischen Feuerwerk führender Politiker eröffnet. Die traditionsreiche »Große Düsseldorfer«, wie sie in der Umgangssprache genannt wird, besteht seit über 100 Jahren. Die Exposition wird vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten und der Landeshauptstadt Düsseldorf gefördert. Zum 100-jährigen Jubiläum kehrt die Ausstellung nach umfangreichen Renovierungsarbeiten in den museum-kunst-palast (Ehrenhof), der nach Plänen von O. M. Unger errichtet und 1999 mit der Ausstellung »altäre – kunst zum niederknien« eröffnet wurde, zurück.
Nach stürmischen Zeiten in der jüngsten Vergangenheit, in der die Existenz der Ausstellung ernsthaft bedroht war, erlebt die Ausstellung nun eine Renaissance. Die Teilnehmerzahl wurde jedoch auf die Hälfte reduziert.


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