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Hinterglas ist Ausblick, bietet Einblick, schafft Nähe und Distanz, bietet Schutz und ist Spielraum. Am Anfang war die Nadel, die Radiernadel des Grafikers, die Spuren ritzt und kratzt. Monochrome Farbflächen in feurigem Rot und leuchtendem Gelb offenbaren beim Betrachten Farbenvielfalt. Haarfeine Liniennetze durchziehen die Fläche und geben den Blick frei in die Tiefe, den Raum hinter dem Glas. (Monochrom Rot vor Allem, Monochrom Gelb vor Allem)
Wolfgang E. Herbst durchbricht die farbigen Schichtungen, durch lineare Strukturen, schafft Vergitterungen, verdichtet zu farbig bestimmten Bildzentren.
Eine andere Variante des Spiels hinter Glas sind die Kaskaden fließenden Ultramarins vor Rot in Galerie I und II. Das Grabtuch der 7 – ist im Fließen erstarrt auf eisigem weiß-grauem Grund.
Und immer wieder aberwitzige Formulierungen unglaubliche Geschichten, Szenen, Landschaften, Figuren – Leben Hinter Glas. Malerische Arbeiten von intensiver Farbigkeit, die Leuchtkraft gesteigert durch das Glas, stehen neben grafischen schwarz/weiß Bildern. Herbst ist ein Erfinder. Seine ungebrochene Experimentierfreude zeigt sich in seinen Hinterglas-Arbeiten auf exemplarische Weise.
Anna Berg

 
 

Information: Wolfgang E. Herbst - Biografie
Geboren am 7. Januar 1935 in Weißstein/Niederschlesien
Erlernte zwei Handwerke (Bäcker und Schriftsetzer)
Arbeitet als Korrektor bei verschiedenen Tageszeitungen in München, Berlin, Münster
Gesangstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik in München
Studium Freie Grafik an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Prof. Sackenheim. Tutor und Meisterschüler bei Prof. Sackenheim
Gründer mehrerer Künstlerhandpressen – u.a. Tengstraßenpresse in München, Herbst Presse Düsseldorf, Holzwiesenwegpresse im Wald, Goldgrundpresse Meißen
Langjähriges Vorstandmitglied des BBK Düsseldorf und Künstlervertreter im Kulturausschuss der Stadt Düsseldorf
In den 80er Jahren intensive Reisetätigkeit mit »Außenarbeit« im deutschsprachigen Raum
(Deutschland, Schweiz, Österreich, Luxemburg)
1987–1990 in Rumänien (Siebenbürgen)
1995–2003 in der Oberpfalz
2004 Gründung der Arbeitsgemeinschaft FEI SU SCHIE mit Else Gold in Meißen
Mitherausgeber von »DAS ZÜNDBLÄTTCHEN – Überelbische Blätter für Kunst und Literatur«
Lebt und arbeitet in Meißen.

 
 

Information: Literarische Arbeiten seit den 60er Jahren
Lyrik, Prosa und philosophische Texte
Veröffentlichungen (Auswahl): VO Stomps – Eremitenpresse Stierstadt; WDR Köln; ErbVerlag Düsseldorf; VIKTORIA VERLAG Meißen; EDITION DREIZEICHEN Meißen
ca. 60 Buchveröffentlichungen in den eigenen Künstlerpresse.
Lesungen (Auswahl): Literaturbüro Düsseldorf; Nacht der Poeten, Düsseldorf; Stadtmuseum Düsseldorf; Stadtbücherei Stuttgart; Kunstverein Pechhütte, Heidenau
Vertreten in Anthologien mit Grafik und Texten: »Der Mongole wartet«, Bochum; »Das große Rabenbuch« Eremitenpresse Düsseldorf; »zeitzoo«, Wien

Ausstellungen (Auswahl): Kunstmuseum Düsseldorf; Stadtmuseum Düsseldorf; Große Düsseldorfer; Kunstmuseum Darmstadt; Druckladen Gutenbergmuseum, Mainz; f-art Gdansk; Kunstverein Eisenturm Mainz; Galerie Niepel, Düsseldorf; Gerhard-Hauptmann-Haus, Düsseldorf; Atelier Fieber, Meißen; Galerie Appenhof, Rothschönberg; Evangelische Akademie Meißen, Kunstverein Pechhütte, Heidenau; Galerie im Geißlerhaus, Bärenstein

Preise: Preis der Kunstakademie Düsseldorf; Akademie Auszeichnung der Stadt Alexandria für Grafik; VO Stomps Preis der Stadt Mainz; Sabine Voigt-Ismer-Preis BBK Düsseldorf für Malerei; Preis des Kunstvereins Eisenturm Mainz

Vertreten in privaten und öffentlichen Sammlungen (Auswahl): Stadtmuseum Düsseldorf, Kunstmuseum Düsseldorf, Kunstmuseum Darmstadt
                               

 
 

Information: Kunstverein Meißen e.V.
Bennohaus · Markt 9 · 01662 Meißen · Tel./Fax. 03521 476650
Dienstag bis Freitag 12.00–17.00 Uhr, Sonntag / Montag geschlossen
kontakt@kunstverein-meissen.de · www.kunstverein-meissen.de

 

 
 

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Kunst im Bennohaus
Wolfgang E. Herbst stellt im Kunstverein Meißen aus
 

Dieser Tage schließt eine Ausstellung im Bennohaus am Meißner Marktplatz ihre Tore. Der rührige Kunstverein Meißen hatte in seinem traditionsreichen Domizil eine Werkausstellung von Wolfgang E. Herbst organisiert. Der auswärtige Besucher ist zunächst von den historischen Räumlichkeiten und ihrer sachlichen Ausgestaltung überrascht. Am Ende begreifen wir, dass es kaum günstigere Umstände geben kann, um die Besonderheit von Kunstwerken erstrahlen zu lassen.

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