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Regina Röhner, sie ist dem Publikum vorwiegend als Autorin gut recherchierter historischer Erzählungen bekannt, eröffnete den Reigen mit einem Auszug aus ihrer Erzählung »Zwanzig Tage Eden«. In ihrer lakonischen und melancholischen Sprache beschreibt die Autorin eine Art Kur-Aufenthalt mehrere Frauen mit ihren Kindern. Diese Kur soll den Frauen eine Erholung vom gewöhnlichen Alltag ermöglichen. Regina Röhner beschreibt nüchtern, distanziert allerlei Kur-Techniken. Man muss kein Psychoanalytiker sein, um den Sinn der Psychologen-Phrasen, wie »Wir fühlen uns gut!« zu erfassen. Schließlich kündigt sich auch der Alltag selbst wieder an.

 
 

Der gebürtige Reichenbacher Utz Rachowski, der für sein Werk den Rainer-Kunze-Preis des Jahres 2007 erhielt, überraschte die Hörer mit einem Ausschnitt aus der Erzählung »Der wilde Jäger«. Ein Junge widerfährt in dieser Geschichte beim Skilaufen ein folgenreicher Sturz. Um den Vorwürfen der Mutter zu entgehen, erfindet der Junge allerlei phantastische Erlebnisse. Möglicherweise hat diese Erzählung auch autobiographische Züge. Utz Rachowski zeigte sich hier ein weiteres Mal als vielseitiger Autor.

 
 

Uwe Schneider, der Träger des Literaturpreises des Kulturraumes Erzgebirge aus dem Jahre 2006, las aus einem unveröffentlichten Manuskript. Die interessierten Leser kennen ihn von seinen autobiographisch angelegten Mundartbüchern: Wie iech e Lausgung war, Wie iech e Halbstarker war, Wie iech e Aufsteiger war und Wie iech e stilles Wasser war. Der Titel des künftigen Buches soll »Wie iech e Bergermeester war« heißen. Uwe Schneider las das Kapitel »Wessies, Ossies un Beamte«. Leider behandelte er dieses heikle Thema nicht mit dem gebotenem Ernst. So kam es, dass viele Zuhörer während der Lesung schmunzelten. Einige vermochten sich nicht einmal zu beherrschen und brachen mitunter gar in offenes Lachen aus. Selbst der Moderator schien von diesem Humor infiziert. Unglaublich.
Das Buch soll übrigens im Herbst 2008 in der Edition Walther erscheinen.

 
 

Klaus Walther, der Doyen des Sächsischen Schriftstellervereins, beschloss den Reigen. Der Leser kennt ihn als Autor von zahlreichen Erzgebirgsbüchern und als Herausgeber vieler Bücher des Chemnitzer Verlages. Die Karl-May-Biographie und die Hermann-Hesse-Biographie aus seiner Feder erschienen im Münchner DTV. Dort erschien im vergangenen Jahr auch seine autobiographisch gefärbte Erzählung »Der schöne Monat Mai«. Klaus Walther überraschte die Chemnitzer Literaturfreunde mit einem Kapitel aus dem zweiten Band einer auf drei Bände angelegten Krimi-Reihe. Der erste Band soll übrigens unter dem Titel »Der Sachsendreiermord« noch in diesem Jahr im Eulenspiegel-Verlag, und im nächsten Jahr als Taschenbuch bei DTV erscheinen.
Klaus Walther pflegt den klassischen Krimi. Hier steht nicht das Verbrechen, sondern dessen Aufklärung im Mittelpunkt. Wir dürfen Kommissar Meier in Gedanken folgen, wie er den Mord an einem pensionierten Studienrat des Karl-May-Gymnasiums in Kembach aufklärt. Die Rätselfreunde kommen hier auf ihre Kosten, und auch die Leser, die hinter der Namenslandschaft die wirkliche Region Chemnitz-Erzgebirge zu entdecken vermögen. Man darf wirklich gespannt sein.
Johannes Eichenthal

Information
www.stadtbibliothek-chemnitz.de

 
 

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Lesefrühling in der Stadtbibliothek Chemnitz
Autoren des Sächsischen Schriftstellervereins stellen neue Texte vor
 

Am 7. Mai 2008 brach auch im Vorerzgebirge der Frühling aus. Die Sonne erwärmte die Luft und lockte Blumen und Blüten hervor. Auch die Menschen fassten wieder Mut, und zweifelten nicht länger daran, dass wohl der Winter endlich zum Nordpol geflüchtet sei. Zahlreiche Literaturfreunde lenkten ihre Schritte an diesem Abend in das Chemnitzer Kulturkaufhaus Tietz. Der Sächsische Schriftstellerverein und die Stadtbibliothek hatten gemeinsam zu einer Lesung mit namhaften Autoren aus der Erzgebirgsregion eingeladen.

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