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Dr. med. Wolfgang Scheffel, der vor drei Jahren eine Geschichte des Krankenhauses Burgstädt vorlegte, beschreibt mit Einfühlungsvermögen und dem Sinn für das Detail, nicht ohne Humor, den Prozess des Zusammenwachsens beider Belegschaften im tagtäglichen Ringen um das Wohl der Patienten, zwischen Notfallbehandlung und Vorsorge.
In Anschluss geben wir den Wortlaut der Ansprache des Autors wieder.

 
 

»Niemand kann uns aus dem Paradies der Erinnerungen vertreiben ... « Haben Sie diesen Slogan so oder ähnlich schon irgendwann gehört?
Frühere Zeiten werden, selbst wenn Negatives dabei war, oft verklärt, ins Romantische verzerrt. Dies tun wir, dabei haben wir uns mit Sicherheit schon ertappt, auch hinsichtlich unserer alten Vorgängerkrankenhäuser Limbach und Burgstädt. Die gute alte Zeit wird in allen möglichen Nuancen wieder heraufbeschworen. Je früher, je länger zurückliegend, umso interessanter, besser, exotischer scheint die Zeit gewesen zu sein.
Warum betone ich dies hier und heute? Sind wir nicht zusammen, um das zehnjähri­gen Jubiläum unseres modernen Hartmannsdorfer Klinikums zu feiern? Sind da sentimentale Rückerinnerungen nicht fehl am Platz? Sind diese nicht eher in 30, 40 Jahren vielleicht ein Thema für Sie? Dann nämlich, wenn Sie, wenn wir, jetzt noch Vertreter der arbeitenden Generation, dann als Pensionär der »guten alten Zeit« in der Hartmannsdorfer Limbacher Straße 19b gedenken?
Nun – so oder ähnlich dachte ich anfangs auch, als Herr Lazarides mich vor knapp 1 ½ Jahren ansprach, ob ich nicht ein Buch schreiben könne, eine Chronik über die ersten 10 Jahre unseres Diakoniekrankenhauses im neuen Hartmannsdorfer Gewand. Was gibt es hier überhaupt zu berichten? Jetzt schon eine Chronik? Historie – ist das nicht zu hoch gegriffen? So fragte ich mich mehrmals. Nun – leichtfertig sagte ich dennoch dem Geschäftsführer zu; dabei nicht wissend, was mir bevorstand!
Sie haben, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste, das Ergebnis, das natürlich nur unter Mithilfe zahlreicher Mitstreiter zustande kommen konnte, nun in die Hand bekommen, versehen mit einem Geleitwort von keiner geringeren als der Staatsministerin, Frau Helma Orosz. Vertreten ist sie in unserer Mitte heute durch Herrn Staatssekretär Dr. Albert Hauser. Mit einem in optimistischem Blau gehaltenen Cover und solider Verarbeitung haben der Niederfrohnaer Mironde-Verlag und die Druckerei Burgstädt GmbH bei der Herstellung dieses Buches Qualitätsarbeit geleistet. Zwar unbeabsichtigt, doch umso mehr auffallend, scheint das gemeinsame Produkt dieser beiden Firmen, eine in Burgstädt, die andere in Limbach (Niederfrohna) also ansässig, folgendes zu symbolisieren: Die ehemaligen Krankenhäuser Burgstädt und Limbach nämlich haben nach nun zehn Jahren in Hartmannsdorf zu einem qualitätsvollen »Gemeinsam« gefunden! Übrigens – was Sie neu in Ihrer Hand halten, gehört zu jenen Dingen, die Wertzuwachs haben! Schauen Sie in Ruhe zu Hause hinein und erfreuen Sie Sich, so hoffe ich, an den Ausführungen über Ihre Arbeitsstätte. Dann – legen sie Zeilen samt Bildern zur Seite; an einen sicheren Platz aber. Und zwar so, dass Sie sie spätestens beim Umzug in Ihr Altenteil – in jenen zitierten 30 Jahren somit, von denen ich vorhin schon fabulierte, – finden werden! Dann wird Ihnen, so denke ich, diese Niederschrift, Ihr Paradies der Erinnerungen bergend, ein echtes Kleinod sein!
Ein weiteres vorerst noch: Am Outfit unseres Buches lässt sich unschwer erkennen, dass Ihnen letztlich eine Fortsetzung der 2005 erschienen, längst vergriffenen Burgstädter Krankenhauschronik vorliegt. Für letztere ist der nicht abreißenden Nachfrage wegen zeitgleich mit unserem blauen Band ein Nachdruck in 250 Exemplaren erfolgt. Ab sofort kann sie demnach wieder in Bücherläden oder auch bei mir erworben werden.
Lassen Sie mich jetzt aber einige Gedanken zum Inhalt unserer heutigen Neuerscheinung darlegen, ohne dass ich viele Einzelheiten der Kapitel vorweg nehme. Der Einleitung werden Sie es nochmals entnehmen, wie schwer ich mich eben getan habe, dem ganzen den Status einer Chronik, einer Historie zu verleihen. Deshalb nenne ich die Abfolge der 26 Kapitel ein Kaleidoskop, eine bunte Bilderfolge gewissermaßen. Indem oft in der Gegenwart, dem Präsens, geschrieben ist und die Kapitel dem ABC nachempfunden sind, werden Sie als Leser mit hinein genommen in etwas Lebendiges, Existierendes, das voll im Geschäft des Alltags steht. Historische Fakten und Daten bleiben dabei aber nicht auf der Strecke. Einige Facetten des Kaleidoskops möchte ich Ihnen nachfolgend schildern, ohne dass dies einer Wertung von deren Bedeutung gleichkommen soll.
Historische Eckpunkte, Vorreiterrollen etwa gehören natürlich in eine Jubiläumsschrift wie diese! Unsere Radiologieabteilung, übrigens im Kapitel »X« repräsentiert, war in den letzten zehn Jahren gewürdigt, eine solche zu spielen. So wird der Prozess der Einführung der digitalen Radiographie, in dem unser Hartmannsdorf federführend in unserer Region war, geschildert und betont. In Kapitel C lesen Sie über eine weitere Vorreiterrolle unseres ja nach wie vor »kleinen Hauses«. Mitarbeiter der Verwaltung konkret waren Schrittmacher im Chemnitzer Raum, indem sie im Januar 2003 zum frühest möglichen Termin die DRG, jenes jetzt aus den Abrechnungsabteilungen der Kliniken und Kassen nicht mehr wegzudenkende System, installierten. Stichwort Schrittmacher – natürlich wurden medizinische Erstleistungen in unserem Klinikum gebührend hervorgehoben. Dazu zählt nicht nur die erste Implantation des eben genannten sprichwörtlich gewordenen Aggregates bei einem herzkranken Patienten, sondern unter anderem auch die erste Kyphoplastie bei einem Osteoporosepatienten oder die Etablierung des Neuromonitorings des Stimmbandnerven bei der Schilddrüsenoperation.
Etwas ganz anderes – natürlich verfügt unsere Entbindungsabteilung über eine Geburtenstatistik. Runde, glatte Zahlen geben dem grauen, eintönigen Image von Statistiken dabei etwas Farbe. So werden Sie auf Seite 109 ein Mädchen abgebildet sehen, welches als 1000. Kind in Hartmannsdorf geboren wurde. Bezeichnenderweise wohnt die heute achtjährige Antonia Haase mit ihren Eltern in Hartmannsdorf und wird – denken Sie wieder an die 30 Jahre – vielleicht einst stolz sein, in diesem Buch aus ihrer Heimat abgebildet zu sein.
»P wie Patienten« heißt ein Kapitel. Hier erfahren Sie nicht nur etwas über die jüngsten und ältesten uns Anvertrauten. Auch »Promis« können Sie entdecken. Sehr erfreulich war es für mich, dass es mir gelungen war, das Konterfei von Michael Ballack, der als Patient in Hartmannsdorf eingecheckt hatte, problemlos und rechtlich korrekt auf die zugehörige Buchseite zu bannen, ohne mich umständlich mit seinem Club Chelsea in Verbindung setzen zu müssen, wie dies eigentlich seine Internetseite für Fans empfiehlt.
Anekdoten, Geschichten der verflossenen zehn Jahre? Etliche Kollegen fragten mich schon im Voraus danach. Von wem der hier Anwesenden, so frage ich Sie jetzt, hätte ich wohl derartiges veröffentlichen sollen? Lesen Sie aber nach im Kapitel über die Rettungsstelle – ein lustiger Zoo wird Ihnen zur Kurzweil hier präsentiert, der für beides, Anekdoten und deren Unverfänglichkeit, garantiert.
Was haben Bilder wie die eines Kapitänanwärters auf hoher See, eines Bauarbeiterteams hoch über dem New Yorker Manhattan der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts oder eines Gottesdienstes im fernen Kenia in unserer Festschrift zu suchen? Bitte finden Sie es selbst heraus! Die drittletzte Abbildung des Kaleidoskops dagegen ist ein ausgesprochenes Insider-Bild, völlig zugänglich nur den Mitarbeitern, die der festlichen Verabschiedung der vier Chefärzte am 20. Dezember 2007 beiwohnten. Teilnehmer jener Veranstaltung werden sich beim Betrachten der Ablichtung wahrscheinlich erinnern, welche Worte die sympathische Rednerin darauf gerade ausspricht!
Ich wünsche Ihnen nun viel Vergnügen, manches Aha-Erlebnis und durchaus auch gelegentlich besinnliches Innehalten bei der Lektüre dieser unserer Festschrift. Und nochmals: verstauen Sie die von etlichen Sponsoren mit finanzierte Hochglanzedition, nennen möchte ich die Sparkasse Chemnitz, die Pharmafirmen Novartis und Bayer Vital oder Ihnen bekannte Unternehmen wie die Burgstädter Filiale von Reha aktiv und die Limbacher Güldi-Moden GmbH, an jenem Ort, wo Sie in 30 Jahren nachkramen werden, um ins Paradies Ihrer Erinnerungen einzutauchen.                                           Dr. med. Wolfgang Scheffel



 
 

Foto: Der Autor Dr. med. Wolfgang Scheffel (2. v. re.) mit Kolleginnen und Kollegen während einer Wanderung durch die Sächsische Schweiz.

Information
Scheffel, Wolfgang: »Nächst erreichbar und geeignet ... – Zehn Jahre Diakoniekrankenhaus Hartmannsdorf«. 2008. 120 Seiten, zahlreiche vierfarbige Abbildungen. Fester Einband, Fadenheftung.
Zu beziehen über das Diakoniekrankenhaus

 
 

Information
Wieder lieferbar – unveränderte Nachauflage:
Scheffel, Wolfgang: »Krankenbehandlung im Finanzamt. Eine Chronik des Krankenhauses Burgstädt« 2005. 120 Seiten, zahlreiche Abbildungen. Fester Einband, Fadenheftung. ISBN 3-937654-09-7
Zu beziehen in jeder Buchhandlung oder
direkt beim Verlag: verlag@mironde.com Fax (0 37 22) 87 90 92

 
 

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Nächst erreichbar und geeignet
Zehn Jahre Diakoniekrakenhaus Chemnitzer Land
 

Im Rahmen der Festveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen des Diakoniekrankenhauses Chemnitzer Land stellte der Autor und promovierte Mediziner Wolfgang Scheffel, in Anwesenheit von Staatssekretär Dr. Albert Hauser, am 16. Mai 2008 in der Stadthalle von Limbach-Oberfrohna sein Buch über diese vergangenen Jahre vor. Die Besonderheit des Krankenhauses besteht darin, dass vor zehn Jahren Ärzte, Schwestern und Personal der Krankenhäuser Burgstädt und Limbach in ein neues gemeinsames Haus einzogen.



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