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Foto: Aus den Händen von Peter Fischer (li.) nimmt Hans Meyer (2. v. li.) die Groß-Gold-Plakette der Lipsia 2007 für sein Buch Philatelie im Dritten Reich im Neuen Leipziger Rathaus entgegen

Im Unterschied zu Kindern, die fast alle spontan Interesse am Briefmarkensammeln finden, macht sich der Durchschnittserwachsene kaum noch ein Bild von der Vielseitigkeit dieser Leidenschaft. Erst recht hat der Laie keine Vorstellung davon, in welch hohem Maße die Philatelisten ihr Untersuchungsgebiet wissenschaftlich historisch bearbeiten. Die Lipsia 2007, erstmals nach jahrzehntelanger Unterbrechung wieder eine Ausstellung mit philatelistischer Literatur im traditionellen Mekka der Philatelie – Leipzig – vermittelt uns einen Eindruck von der Breite und Ernsthaftigkeit der Sammler-Literatur. Die hohe Auszeichnung für Hans Meyer in diesem Rahmen belegte ein weiteres Mal das Niveau seiner wissenschaftlichen Arbeit.

 
 

Der Autor ist Jahrgang 1926. Am Ende des Krieges und des »Dritten Reiches« war Hans Meyer 19 Jahre alt. Mit der Sammeltätigkeit begann er erst im Alter von 46 Jahren. Dabei hatte es ihm die den Briefmarken innewohnende Geschichte angetan. Seine bedeutendste Arbeit bestand vielleicht in der literarischen Bewältigung der »Sächsischen Schwärzungen 1945«, die er mit drei weiteren Autoren ab 1991 mit einem ersten Band in Angriff nahm und mit zwei Bänden 2001 und 2003 abschloss. Diese Bücher erlangten den Status von Standard-Werken.
Von 1977 bis 1998 war Hans Meyer Vorsitzender der Briefmarken-Sammlergilde Bruchsal und von 1984 bis 1994 des Landesverbands Südwestdeutscher Briefmarkensammlervereine. Für sein Wirken in der Philatelie wurden ihm zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen zuteil. 1994 wurde er in das Consilium Philatelicum des Bundes Deutscher Philatelisten berufen.  
Hans Meyer war in sowohl in den Kreisen der Sammler, als auch bei den Literaten sehr beliebt. Sein Tod reißt in beiden Kreisen eine große Lücke auf. Aber seine Bücher werden noch in hundert Jahren an ihn erinnern.
Wir werden Hans Meyer nicht vergessen.
Andreas Eichler

 

 
 

Hans Meyer als Vorsitzender der Sammlergilde Bruchsal und des Landesverbandes südwestdeutscher Briefmarkensammlervereine.

 
 

Die Philatelie im Dritten Reich ist leider vergriffen.

Noch lieferbar sind dagegen die zwei Bände der Sächsischen Schwärzungen.

Manfred Anderson/ Daniel Jonas Bänsch / Hans Meyer / Peter Porsche
Die Sächsischen Schwärzungen 1945
Postwesen und Wertzeichenprovisorien in Sachsen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges


Bd. 1 Postgeschichte
, Ganzleinen mit Schutzumschlag, 19x25 cm, 319 Seiten, ca, 185 farbige Abbildungen, farbig reproduzierte Postleitkarte (50x60 cm) von 1941 als Beilage. VP 35,-  (zzgl. Versand)
ISBN 3-00-008380-4

Bd. 2 Katalog der Stempel und Schwärzungsformen, Ganzleinen mit Schutzumschlag, 19x25 cm, 536 Seiten, ca, 2400 Abbildungen von Stempeln und Schwärzungsformen, Broschüre (16 Seiten) mit Preisbewertung als Beilage.
VP 42,50  (zzgl. Versand)
ISBN 3-00-011912-4

Beide Bände zusammen 70,- Euro (zzgl. Versand)

Bestellungen der Sächsischen Schwärzungen sind über den Mironde-Verlag möglich:
Fax 0 37 22 / 87 90 92, E-Mail. verlag@mironde.com

 
 

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Der Philatelist und Historiker Hans Meyer (1926-2008)
Zum Gedenken
 

Ende August erreichte uns die Nachricht vom Tod des Autors Hans Meyer. Die Leser der Litterata werden sich erinnern, dass wir im September 2007 von der Lipsia 2007 berichteten. Auf dieser Ausstellung philatelistischer Literatur in Leipzig verlieh die Jury Hans Meyer für sein Buch Philatelie im „Dritten" Reich die höchste Auszeichnung - eine Groß-Gold-Plakette. Damit würdigte die Jury die geduldige, jahrelange Forschungstätigkeit Hans Meyers, den Mut und die Kraft seine Forschungsergebnisse zu veröffentlichen. Ich durfte bei der Herstellung des Buches mit Hans Meyer zusammenarbeiten. Mich beeindruckte sein rastloses Streben nach absoluter Genauigkeit und die gleichzeitige Ruhe, die er selbst in schwierigen Situationen ausstrahlte.

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