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Foto: Bücher-Walther ist ein Familienunternehmen. Zwei Generationen arbeiten aktiv zusammen. Die dritte Generation steht bereits am Start.

In Annaberg gab es immer auch intellektuelle Glanzlichter. Von Gottfried Arnold bis Carlfriedrich Claus. Selbstverständlich, dass in einer solchen Stadt auch gelesen wird. Zu den Buchhandlungen der Stadt kam am Abend des 26. November 2008 eine neue hinzu: Die Buchhandlung Walther eröffnet in einem Eckhaus am Markt  (Klosterstraße 2) ihr neues Geschäft. Geladene Gäste überbrachten Glückwünsche. Alexander Walther, der Geschäftsführer von Bücher-Walther, hieß die Gäste willkommen. Die zahlreichen schönen Bücher in den Regalen regten zu manchem Gespräch an.

 
 

Alexander Walther (links im Bild) hob in seiner Ansprache hervor, dass Bücher-Walther auch Buchhandlungen in Aue, Stollberg, Thalheim und Zwönitz betreibt. Insgesamt werden 15 Mitarbeiter beschäftigt. Seit 1991 bildet das Unternehmen sieben Lehrlinge aus.
Gleichzeitig entwickelt Bücher-Walther in der eigenständigen SoftLevel GmbH das Warenwirtschaftssystem BONUS-WWS für Buchhandlungen und Verlage.
Zudem verlegte Bücher-Walther auch eigenständig verschiedene Autoren. Der bekannteste unter ihnen ist vielleicht der Kammweg-Literaturpreisträger Uwe Schneider. Eben wurde der vorläufig letzte Teil von dessen Mundart-Memoiren »Wie iech dr Bürgermaaster war« veröffentlicht.

 
 

Dr. Klaus Walther, der Senior-Chef des Unternehmens (3. von rechts), im Gespräch mit Ulrich Osberghaus, auf dessen Anregung und mit dessen Unterstützung die Buchhandlung in Annaberg eröffnet werden konnte.

 
 

Die Familie Walther erinnert uns daran, dass Familienunternehmen in Europa, besonders auch in Sachsen, seit Jahrhunderten die Basis der Wirtschaft sind. Die Vielfalt der kleinen und mittleren Unternehmen garantiert, wie in der Natur, die Stabilität der Gesellschaft. Umgekehrt: wenn diese Vielfalt bedroht wird, dann wird auch die Stabilität der Gesellschaft bedroht. Die Beweglichkeit dieser Unternehmen sichert die Erneuerung unserer Wirtschaft. Inovationen kommen fast ausschließlich aus solchen Firmen.
Kinder von drei Jahren an haben das begriffen. Nur eben leider die politische Elite nicht: Sonntags wird mitunter von der Bedeutung der Bedeutung des Mittelstandes geredet, aber die Gesetzgebung ist seit dem deutschen Kaiserreich auf die einseitige Förderung von Größe ausgerichtet. Ursprünglich wollte man mit Großunternehmen in den Kampf um die Weltherrschaft eingreifen. Nach 1990 sprach man von Leuchttürmen - welch eigenartige Wortschöpfung? Heute erinnern uns diese Kolosse eher an Rote Riesen. Dem Anschein nach sind es heimatlose, identitätslose, anonyme, kulturlose, hochsubventionierte Sozialfälle ...
Familienunternehmen dagegen haben eine Heimat, sind regional verwurzelt, besitzen eine Identität und tragen zu Stabilität und Kultur der Region bei. Sie leben von der Region und für die Region. Familienunternehmen brauchen keine Subventionen, höchstens günstige Kleinkredite von regional agierenden Kreditinstituten. In gewisser Weise verkörpern Familienunternehmen daher Tradition und Zukunft der Region.


Der Abschied aus dem winterlichen-weihnachtlichen Annaberg fiel uns schwer. Doch jedem Abschied liegt nicht nur ein Anfang, um Hermann Hesse frei zu verändern, sondern auch die Hoffnung auf eine Wiederkehr inne.
Johannes Eichenthal

Information
www.buecher-walther.de

 
 

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Neue Buchhandlung in Annaberg
Bücher-Walther in der Erzgebirgs-Kreisstadt präsent
 

Der Abend des 26. November 2008 erfüllte unsere Erwartungen: Leise rieselte der Schnee vom Himmel, aber in Maßen. So erreichten wir in einer winterlichen Landschaft ohne große Mühe Annaberg im Erzgebirge, eine Stadt auf einem Berg. Wenn man nach einer Stadt fragt, die die Geschichte des Erzgebirges symbolisiert, dann ist das vielleicht Annaberg. – Größe und Glanz verdankt diese Ansiedlung dem Bergbau. Die Ausmaße der St.-Annen-Kirche, die vom Standort und dem Mauerwerk her einer gigantischen Burg ähnelt, vielleicht nur mit den Kirchen des 12./13. Jahrhunderts in Norddeutschland vergleichbar, erinnern an den äußerlichen Reichtum, der eins hier herrschte.

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