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Dann war es soweit. Die Schülerin Juliane Schmidt begrüßte zur Präsentation im Hörsaal neben vielen Vertretern der Chemnitzer Öffentlichkeit auch die Kulturbürgermeisterin der Stadt Chemnitz Heidemarie Lüth, die Geschäftsleitung der Fortis-Akademie und die Schulleitung. Zunächst präsentierten Schüler mit digitalen Medien den Entstehungsprozess einzelner Projekte. Hier waren Plakate, Comics und Filme zu sehen, die auf die Situation von Menschen mit Behinderungen aufmerksam machten. Eine Gruppe hatte in einer Behinderten-Werkstatt gearbeitet und eine Fotoserie erstellt. Eine andere Gruppe demonstrierte die Produkte gemeinsamer Modellierungsarbeiten.

 
 

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde die Ausstellung im oberen Foyer der Fortis-Akademie eröffnet. Zwei Schülerinnen präsentierten Schwarz-Weiß-Fotografiken, die im hauseigenen Atelier bearbeitet und gedruckt worden waren. In den Arbeiten machen die beiden Schülerinnen aus der Sicht eines Rollstuhlfahrers, in die sie sich freiwillig begaben, immer noch vorhandenen Barrieren in der Stadt wahrnehmbar.
Eine weitere Gruppe stellte eine Skulptur vor, ein Zebra »streifenlos«, das sich versucht Streifen anzubringen.
Stefanie Rudolph zeichnete großformatig auf akribisch Weise eine Menge fokussierter Augen auf »den Andersartigen«. Melissa Hoffmann fertigte ein Relief zum Thema Autismus. Drei Schülerinnen organisierten einen Taucher mit Unterwasserkamera, um eine beeindruckende Fotoserie mit der erfolgreichen Paralympics-Schwimmerin Maria Götze herzustellen. Eine Schülerin hatte eine Holzskulptur gehauen, weitere Plastiken, Skulpturen, Fotomontagen, Collagen, Reliefs, Gemälde und Zeichnungen waren zu sehen.

 
 

Der Betrachter staunt über die Ideen und das Engagement der jungen Leute. Über Wochen hinweg realisierten sie anspruchsvolle Objekte mit klugen Ideen. Aber nie drängte sich einer der jungen Leute in den Vordergrund. In allen Arbeiten dominierte die Sache, das Anliegen. Solcherart äußerliche Zurücknahme und innerliches Engagement sucht man bei heutigen »Erfolgskünstlern« in der Regel vergebens. Ein Werk hat tatsächlich nur Bestand, wenn es aus dem Herzen kommt.
Zudem beeindruckt die Nähe, die im Laufe der Projekte zwischen Schülern und den Menschen mit Behinderungen entstand. Dem Anschein nach nahmen sich alle Seiten ernst. Nur so ist eigentlich der Gesamteindruck der Ausstellung zu erklären: Jeder Mensch ist anders. Wir haben alle diese oder jene Behinderung, es geht aber darum, unsere Schwächen als gleichzeitige Stärken zu begreifen. Die Stabilität einer Gesellschaft erwächst erst aus der Vielfalt der Individuen und derem Verständnis füreinander.
Johannes Eichenthal

 
 

Information
www.fortis-akademie.de

 
 

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Junge Kunst
Ausstellung in Grünaer Bildungseinrichtung
 

Schülerinnen und Schüler der Fortis-Akademie, einer gemeinnützigen Bildungs GmbH  in Chemnitz-Grüna, hatten nicht ohne Emotionen dem heutigen Tag entgegen gesehen. Die Bandbreite der Gefühle reichte von freudiger Erwartung bis hin zu bangen Befürchtungen. Seit einigen Wochen arbeiteten drei Abitur-Klassen der Fachoberschule für Gestaltung an verschiedenen Projekten. Anlässlich des internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen setzten sich mit der Thematik »Leben mit Behinderung« auseinander. Für den 10. Dezember war die Präsentation der Arbeiten angesetzt.

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