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Goldschmiedemeisterin Bianca Hallebach (re.) begrüßte schließlich voller Freude die Gäste. In ihren neuesten Arbeiten versucht sie Schmuckstücke mit kalligraphischen Originalen zu vereinen. Dazu hatte sie sich zwei Künstlerinnen eingeladen, die sich mit Schriftgestaltung befassen. Christiane Kleinhempel (li.) stellte großformatige kalligraphische-Abstraktionen und Experimente aus, die sich vorwiegend auf musikalische Kompositionen bezogen. Birgit Eichler (Mitte) hatte für den Neu-Anfang der Ladengalerie den ersten Satz des Johannes-Evangeliums ausgewählt: Im Anfang war das Wort. Zu jedem Buchstaben dieses Satzes, der bis heute mannigfach interpretiert wurde, legte sie eine Art graphisches Experiment vor. Man hätte auch hier verweilen können, denn Johannes formuliert mit diesem einen Satz konzentriert den Schöpfungsprozess, aber nicht, wie die Buchstabengläubigen meinen, als auf sieben Tage beschränkten, sondern, wie Johann Gottfried Herder einwarf, als immerwährenden. Auf diesen Punkt zielt auch Herders erster Satz seines preisgekrönten Essays: Schon als Tier hatte der Mensch Sprache. Bevor ich mich jedoch in Herdersche Gedanken verlieren konnte ging das Programm weiter.

 
 

Der Klangforscher Jörg P.C. Piesendel nahm die Wort- und Musikgedanken auf und experimentierte mit deren Klang, veränderte Melodie und Rhythmus. Mit der Verfremdung hörten wir in einem anderen Licht-Sinn. Der Beifall der Zuhörer war ihm gewiss.
Die Worte spielten auch in den Gesprächen der Gäste eine Rolle. Die Letzten verließen erst nach mehr als drei Stunden die Ladengalerie. Bianca Hallebach ist ein interessantes Ereignis gelungen.
Johannes Eichenthal

 
 

Arbeiten von Bianca Hallebach

 
 

Die Ladengalerie am Plauener Markt

 
 

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Neu-Anfang einer Plauener Ladengalerie
Goldschmiedemeisterin Bianca Hallebach eröffnet Ausstellung
 

Ein milder Winterabend. Tauwetter. Hoffnung auf einen Frühling. Im Abendlicht betreten wir die Ladengalerie von Bianca Hallebach, am Plauener Markt 7, direkt gegenüber dem Rathaus.
Der langestreckte Raum ist nach den abgeschlossenen Rekonstruktionsarbeiten noch mehr auf das Wesentliche konzentriert. Im Eingangsbereich begrüßen uns Mineralienfunde aus der heimatlichen Landschaft. In Vitrinen einzelne kunsthandwerkliche Arbeiten der Goldschmiedemeisterin. Ein fließender Übergang zum Werkstattbereich mit Werkbank, Schraubstöcken und Werkzeugen. Wer es noch nicht wusste, dem wird hier klar: die Goldschmiederei ist ein Handwerk.
Nach und nach füllt sich der Raum. Die angesagte Eröffnungszeit verzögert sich. Immer mehr Gäste kommen an.

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