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Am 22. August begrüßte Matthias Lehmann den Maler und Buchillustratoren Hans Ticha (Maintal). Aus »aktuellem Anlass« (Welche Weltmeisterschaft läuft gerade ab?) stellten beide die Präsentation unter das Motto »›Tooor!› – Sportliche Grafik«. Wie immer musste der Gast zunächst dem Bürgermeister und Gastwirt Rede und Antwort stehen. Man hatte den Eindruck, dass das Gespräch so spontan war, dass der Fragesteller mitunter von seinen eigenen Fragen überrascht wurde. Aber gerade mit dieser Methode gelingt es ihm auch nur den Anflug von vorbereiteten Antworten oder Klischees zu vermeiden. Worüber redeten wir gleich? Über Sport! Sport? Die Ironie beherrschte das Gespräch. Ganz nebenbei wurde der Interviewer so auch dem Anspruch des Gastes gerecht, der seine Illustrationen zwar mit handwerklicher Meisterschaft, und dennoch oder gerade deshalb auch nicht bierernst geschaffen hatte. Fazit: ein singuläres, unwiederholbares Kulturereignis in Groß Mützenau. Wir bedauern alle, die nicht dabei waren.

 
 

Hans Ticha wurde 1940 in Tetschen-Bodenbach (heute Déĉin) geboren. 1958 beendete er mit dem Abitur in Schkeuditz die Schule, studierte Pädagogik und arbeitete von 1962–64 als Lehrer. Von 1965–70 studierte er nochmals an der Kunsthochschule Weißensee bei Kurt Robbel, Werner Klemke, Arno Mohr und Klaus Wittkugel. Von 1970–90 lebte er freischaffend als Maler und Buchillustrator in Berlin-Ost. 1990 zog er nach Mainz und seit 1993 lebte er in Maintal.

 
 

Hans Ticha stellte sich einem breiteren Publikum seit 1976 mit eigenen Ausstellungen vor. 1990 war er bei Ambiente Berlin und bei der Bienale in Venedig dabei. Neben zahlreichen Auszeichnungen im Wettbewerb »Schönste Bücher der DDR« oder »Das schönste deutsche Buch« errang Hans Ticha u.a. 1982 die Silbermedaille der IBA Leipzig, 1986 den Grand Premio des IOC in der Bienale Barcelona, 1998 den 2. Preis im Walter-Tiemann-Wettbewerb und die Silbermedaille im Wettbewerb »Schönste Bücher aus aller Welt. Im Jahr 2000 erhielt er den 3. Preis der Stiftung Buchkunst.

 
 

Zum Abschluss des Sommerabends am Muldenufer wurde der traditionelle Fototermin für das Amtsblatt von Groß Mützenau, die Zeitschrift »Lokpfogel – pfüffig – pführend – pfolksverbunden« anberaumt. Dazu setzten sich Gast (rechts im Bild)  und Gastgeber eine Eisenbahnermütze aus der Sammlung von Herrn Lehmann auf. (Wir fotografierten unerkannt mit.) An dieser Stelle kam uns ein erschreckender Gedanke: Hat Groß Mützenau seinen Namen gar von dieser Mützensammlung? Müsste es nicht dann richtig »Groß-Mützen-nau« heißen? Leider erhielten wir auf diese grundsätzliche Frage zu vorgerückter Stunde keine Antwort mehr.
Johannes Eichenthal


Information
Die Ausstellung »Tooor! Sportliche Grafik« präsentiert Plakate, Illustrationen und Bücher. Die Ausstellung ist noch bis zum 21. September 2009 zu sehen.
www.prellbock-bahnart.de
www.gross-muetzenau.de

 
 

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Sportliche Grafik
Hans Ticha stellt im Prellbock aus
 

Wer noch nichts von dem kleinen Städtchen Lunzenau an der Zwickauer Mulde hörte, der kennt zumindest die virtuelle Stadt »Groß Mützenau«. Das »Rathaus« dieser virtuellen Stadt befindet sich quasi in Lunzenau, im Restaurant und Hotel »Zum Prellbock«. Der Bürgermeister von Groß Mützenau Matthias Lehmann, der »nebenbei« auch als Gastwirt tätig ist, pflegt im Unterschied zur absoluten Mehrheit seiner Amtsbrüder ein kollegiales Verhältnis zu Malern, Autoren, Graphikern Buchillustratoren und Karikaturisten. Im Laufe der Jahre besuchten Künstler und Literaten von Rang und Namen den Prellbock in Groß Mützenau.

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