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Abbildung des Titelblattes (Ausschnitt)

Die Herausgeber suchen nach Spuren des Lebens der Literaten im Alltag der bayrischen Metropole. Auf dem Titel finden wir ein Foto des Englischen Gartens. Zusammen mit einigen Zeilen Stefan Georges über diese Gartenanlage bildet dieses Foto auch ein Blatt für die 29. Woche. Die Herausgeber suchen nach Inschriften, Denkmälern, Gedenktafeln, Gaststätten und Cafés. Textpassagen und Erinnerungsfotos vermögen uns dann die Atmosphäre jener Jahre zu assoziieren.

 
 

Foto aus dem besprochenen Kalender

Die Herausgeber machen uns aber auch mit weniger bekannten Literaten und auch mit Münchener Originalen bekannt. In der 16. Woche steht das Café im Hinterhof im Mittelpunkt. Mit einer entsprechenden Ambiente wird hier an die einstig blühende Caféhaus-Kultur erinnert. Wir kennen alle das bekannte Café Größenwahn, zumindest aus der Roman-Verfilmung »Abschied«, nach Johannes R. Becher. Manfred Krug und Rolf Römer verkörperten in diesem Film Individualisten aus der Münchener Boheme. Im Café im Hinterhof finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt, die wichtige Themen aus Kunst und Literatur ins Gespräch bringen.

 
 

Foto aus dem besprochenen Kalender

Die Detailkenntnis der Herausgeber geht soweit, dass sie uns selbst Kaffeetassen aus dem Literaurhauscafé Oskar Maria, gestaltet von Jenny Holzer, mit einem Zitat von Graf vorstellen.

 
 

Foto: Das Monacensia-Literaturarchiv – Heiligtum der Münchener Literatur (Aufnahme von 1995)

Dem Kalender ist eine interessierte Leserschaft zu wünschen. Auch interessierte Leser werden neues erkennen oder alte Einsichten in einem neuen Lichte erblicken. Selbst Kinder von drei Jahren haben nun bemerkt, dass auf 52 Wochenblättern nicht einmal alle Stars, die irgendwann in München ankamen, vorgestellt werden können. Das Literaturachiv Monacensia der Münchener Stadtbibliothek bewahrt Nachlässe einer gigantischen Zahl von Schriftstellern. Material gibt es also in Hülle und Fülle. Ein Schelm, der nicht an eine Fortsetzung dieses Kalenders im Jahre 2011 denkt.
Johannes Eichenthal


Information
Literarisches München 2010, edition ebersbach, Berlin 2009
www.edition-ebersbach.de
Herausgegeben von Gunna Wendt und Franz Klug
ISBN 978-3-938740-97-2

 
 

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Literarisches München
Ein Spaziergang durch die bayrische Metropole
 

Rechtzeitig vor dem Beginn  des Neuen Jahres erschien ein besonderer Literaturkalender mit dem Titel »Literarisches München«. Für Literaturinteressierte war eigentlich schon lange klar, dass seit etwa 1900 in München wichtige Literaten und Literatengruppen lebten. Wie zur Erinnerung setzten die Kalendermacher die Namen der 52 Künstler, die auf den Wochenseiten einen Platz fanden, auf die Titelseite. Sofort ins Auge fallen Alfred Andersch, Bertold Brecht, Hans Magnus Enzensberger, Rainer Werner Fassbinder, Lion Feuchtwanger, Stefan George, Therese Giehse, Oskar Maria Graf, Elfriede Jelinek, Liesl Karlstadt Erich Kästner, Klaus Mann, Erich Mühsam, Franziska zu Reventlow Rainer Maria Rilke, Joachim Ringelnatz, Lou Andreas-Salomé, Karl Valentin und Frank Wedekind.

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