litterata  :  Reportagen  :  Die Buchmesse 2010  
Veranstaltungen
Freundeskreis
Reportagen
Mironde Verlag
      login
  E-Mail  
  Passwort  
      login
  Registrieren Sie sich hier oder bearbeiten Sie Ihr Profil
Suche  
   

Als wir am frühen Abend des 17. März durch die Stadt fuhren, da brannte nur in wenigen Zimmern des Rathauses noch Licht. Etwas verwunderlich. Musste sich doch die Stadt gerade mit einem gigantischen Verlust auseinandersetzen, der durch Spekulation mit kommunalem Eigentum entstanden ist. Ein schwerer Schlag für eine Stadt, in der kaum noch etwas von der Verlagslandschaft des Jahres 1989 existiert. Kleine Verlage wuchsen an deren Stelle nach. Doch diese haben, wie alle kleinen Selbständigen, keine Interessenvertretung. (Im Kulturbereich arbeiten mittlerweile über 50 % der Beschäftigten als kleine Selbständige. Doch die Wirtschaftspolitik ist immer noch allein auf Größe ausgerichtet.)

 
 

Im festlich erleuchteten, fast vollständig besetzten Gewandhaus begann die Eröffnung mit Bach-Musik. Die große Schar der Bücherfreunde aus aller Welt, in der  Mehrheit Frauen, war angereist. Dann die Routine der Eröffnung. Oberbürgermeister, Ministerpräsident, Vorsteher des Börsenvereins des deutschen Buchhandels. Verleihung des Preises für europäische Verständigung usw. usf. Bemerkenswert war vielleicht nur, dass der Börsenvereinsvorsteher, der seine Rede als Abwehr des elektronischen Buches konzipiert hatte, dem Anschein nach selbst nicht wusste, warum es das traditionelle Buch noch gibt. Wie wäre es sonst zu erklären, dass er als entscheidendes Argument den um fast 3 % gestiegenen Umsatz nannte. Wenn es eine Branche geben sollte, die die Grenzen der ausschließlichen Orientierung am Wachstum einsehen könnte, dann sollte es doch die Buchbranche sein. Oder?

 
 

Die »Zwischenspiele« des Gewandausorchesters erhielten gewaltigen Applaus. Gewiss war der Kontrast zu den eher bescheidenen Wortbeiträgen fühlbar. Mit Wehmut erinnerte man sich jedoch des Glanzes einstiger Gewandhaus-Kapellmeister.

 
 

Nach dem offiziellenTeil verwandelte sich das Gewandhaus in eine einzige Gesprächsbühne. Verleger, Bibliothekarinnen, Lektorinnen und Autoren nutzten die Gelegenheit zum Meinungsaustausch. So auch Birgit Eichler, die Chefin des Mironde-Verlages. Im Hintergrund Michael Krüger, der Chef des Hanser-Verlages.
Das Gespräch hat im Zeitalter der elektronischen Kommunikation eben immer noch zentrale Bedeutung für unsere menschliche Existenz. Und so ist es auch mit dem Buch.
Johannes Eichenthal

 
 

Copyright © 2009 Mironde Verlag.
Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Die Nachrichten sind nur für die persönliche Information bestimmt. Jede weitergehende Verwendung ist untersagt.

Die Buchmesse 2010
Die Eröffnung
 

Vor der Eröffnung der diesjährigen Buchmesse in Leipzig lag fast ein Jahr der Organisation. Fleißige Helfer in der Buchstadt nahmen tausende Anmeldungen entgegen, verteilen Standplätze, koordinierten abertausende Leseveranstaltungen, und verloren dabei nie die Geduld. Schließlich waren selbst noch am 17. März Handwerker und Messbauer tätig, um die Hallen für eines der größten Ereignisse in Mitteldeutschland herzurichten.

Artikel versenden
Artikel drucken
Mapsite
litterata