litterata  :  Reportagen  :  Die Buchmesse 2010  
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Lothar Becker, ein gestandener Autor, startete ein Staccato. Seine Erzählung drehte sich um den ängstlichen Klaus. In hohem Tempo, mit surealen Elementen durchsetzt, vermochte Becker den absurden Grundton unseres Lebens, der sich dem »rea­listischen« Schreiben entzieht, zu assoziieren.

 
 

Diana Hamann trat als Debütantin auf. Obwohl von ihr bereits ein schmaler Band mit Prosa und Lyrik vorliegt, hat sie bislang kaum Erfahrungen in Lesungen. Sie stellte dem Publikum Lyrik in mehreren Tonlagen vor. Das Spektrum reichte von einer Art politischem Gedicht bis hin zu einer fast gehauchten Liebeserklärung an einen neuen Erdenbürger. Man konnte ahnen, dass sie ihre 2009 geborene Tochter meinte. Diana Hamann meisterte ihr Debüt mit Bravur. Das Publikum honorierte das mit Applaus auf offener Szene. Vielleicht sahen und hörten wir an diesem Abend die Vertreterin einer neuen Lyrik-Generation.

 
 

Katrin Albrecht, eine vielseitige Künstlerin, las kurze Gedichte und Aphorismen. Ihre Texte kommen so unscheinbar und lapidar daher, transportieren aber solch tiefe Gedanken, dass man nach jedem Vers eigentlich einige Sekunden bräuchte, um »aufzutauchen«.

 
 

Hans Brinkmann baute vor den geistigen Augen der Gäste eine Art »Wort-Zentrifuge« auf, gegenüber der die Anlage in Genf lächerlich erscheint. Brinkmann vermochte so die Sinn-Teilchen unserer Alltagssprache hörbar zu machen, mögen sie kleinste Neutrinos oder was weiß ich was sein. Selbstredend brachte Brinkmann durch sein Verfahren unsere Welt auch nicht in Gefahr, im Gegenteil.
Ohne Frage ein Ereignis. Wir bedauern alle, die nicht dabei waren.
Johannes Eichenthal

 
 

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Die Buchmesse 2010
Die zweite Lesenacht
 

Gäste der Buchmesse staunen stets aufs Neue über die Veranstaltungen, die unter dem Titel »Leipzig-liest« organisiert werden. Dabei erscheint nicht nur bemerkenswert, dass etwa 2500 Veranstaltungen möglich werden, das eigentliche Wunder ist vielleicht sogar, dass alle Veranstaltungen gut besucht sind. Wir wählten uns für den Abend des 19. März eine Leseveranstaltung im Café Anton Hannes, in der Leipziger Beethovenstraße aus. Ein studentisch dominiertes Publikum, aber auch einige Gäste, die schon deutlich dem Studentenalter entwachsen sind warteten bereits auf den Lesebeginn. Angekündigt waren Autoren aus dem Raum Chemnitz.

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