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Schneeberg hat unter den Städten des Erzgebirges einen guten Namen. Das Hotel Büttner in Schneeberg ist unter Kennern ein Inbegriff der Feinschmeckerküche. Gewöhnlich suchen die Gäste hier das Besondere für den Gaumen. An diesem Abend erwartete die Besucher aber etwas ganz anderes. Das Eigenartige daran: die Gäste wussten es dem Anschein nach bereits!

 
 

Klaus Walther las aus seinem Manuskript »Burgunderwein ist so rot wie Blut«. Zunächst beruhigte er die etwas aufgeregten Gäste: in seinem Buch gehe es nicht gruselig zu, eher freundlich. Unsere Welt sei schon kriminell genug, deshalb müsse man sie nicht noch mit den Gewaltphantasien ängstlicher Schriftsteller oder den Sexualphantasien verklemmter Autoren belasten. Sicher, ein Mord müsse sein. Es reiche aber die Tatsache. Man benötige keine Beschreibung der Tat. Das Grundthema des Kriminalromanes lautete: ein Mord geschieht. Wer war der Täter?
Nun, Oberstudienrat Hanich wurde ermordet, ein passionierter Weinkenner. Kommissar Maier wollte gerade in einen Urlaub nach Burgund fahren. Im Urlaub wird der Kommissar zudem mit einem zweiten Mord konfrontiert.
Mit einem Augenzwinkern führt uns der Autor durch eine fremde Welt, die aber auf den zweiten Blick sehr bekannt erscheint. Hinter den illustren Namen verbergen sich realen Personen der Region Chemnitz-Erzgebirge. Hier und da erlaubt sich der Autor auch einen ironischen Seitenhieb: Wer konnte nur auf die Idee kommen ein Gymnasium in Niederstein-Lustthal nach Karl May zu benenen, diesem alten Lügenbold und Schulschwänzer ...
Und so geht es weiter. Am Ende hätten wir gern noch mehr gehört, und gewusst, wer denn nun der Mörder ist. Aber der Autor vertröstet uns: das Buch erscheint im August 2010.

 
 

Nach so viel Worten über Burgund, seine Weine und seine Spezialitäten ließen es sich die Gäste ausgiebig munden.

 
 

In Schneeberg erzählt man sich, dass Veit Hans Schnorr von Carolsfeld, der legendäre Hammerherr, der den Sächsischen Kurfürsten das Kaolin für die Porzellanherstellung lieferte, oft in Büttners Hotel zu Gast war. Man kann sein Bild und das seiner Mutter Rosina noch heute in der Gaststube bewundern.
Wie wir aus gut unterrichteten Kreisen erfuhren, so wird am 15. Juni 2010 ein Buch über diesen Veit Hans Schnorr von Carolsfeld, das erzgebirgische Kaolin und die Erfindung des Porzellans erscheinen. Der Titel lautet dem Vernehmen nach »Weißes Gold aus dem Erzgebirge?«. Herausgeber sei, so sagte eine anonym bleiben wollende Mitarbeiterin der Stadverwaltung Aue, der Filmregisseur und Autor Prof. Eberhard Görner. Mit einem Anruf unter falschem Namen konnte ich von dessen Assistenten erfahren, dass die noch geheime ISBN des Buches 978-3-937654-57-7 sein wird.
Mehr konnte ich leider nicht erfahren.
Ein Fall für Kommissar Klaus Maier? Vielleicht weiß der mehr?
Litterata wird darüber berichten!
Johannes Eichenthal

 
 

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Krimi im Feinschmeckerlokal
Klaus Walther las aus neuem Romanmanuskript
 

Das Erzgebirge ist das am dichtest besiedelte Mittelgebirge Europas. Mächtige Städte und gewaltige Hallenkirchen entstanden hier in den Hochzeiten des Silberbergbaues im 15.–17. Jahrhundert.
Am Abend des 30. April loderten auf den Höhen und in den Tälern Feuer, um den Winter auszutreiben und den Sommer zu begrüßen. Auf den Straßen waren Leute mit Lila-Schals und Fahnen. Was das wohl bedeuten mochte? Ein heidnischer Brauch aus der Vorzeit?

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