litterata  :  Reportagen  :  Buchmesse Leipzig 2010  
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Foto: Steffen Meyer und Klaus Walther (re.) bei einer Lesung der Mundartgeschichten von Fritz Körner. Der Autor hatte mit respektlosem Volkshumor versucht sich gegen die Fährnisse des schweren Lebens im Erzgebirge der 1920er Jahre zur Wehr zu setzen. Klaus Walther liest diese Geschichten als wäre er Fritz Körner selbst.

Am Donnerstag, dem 18. März, werden der Vizepräsident des Sächsischen Schriftstellervereins e.V. Dr. Klaus Walther und der Sekretär des Kulturraumes Erzgebirge-Mittelsachsen Steffen Meyer, im Literaturcafe Halle 5, Stand A 200, um 15.00 Uhr die Edition Kammweg und den neu erschienene Band 3 mit Mundartgeschichten von Fritz Körner vorstellen. Die Edition Kammweg wird seit 2007 gemeinsam vom Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen und dem Sächsischen Schriftstellerverein e.V. mit Sitz in Chemnitz herausgegeben.

Information
Fritz Körner: De gesungene Speisekart. Seine schönsten Geschichten.
(Band 3 Edition Kammweg)
Unter Mitarbeit von Manfred Blechschmidt herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Klaus Walther.
Engl. Broschur, 12,4 × 18,6 cm, 96 S.
Mit 14 Zeichnungen von Birgit Eichler
Verkaufspreis: 9,50 €
ISBN 978-3-937654-38-6

 
 

Foto: Dr. Karin und Dr. Steffen Heinrich bei einer Vorstellung ihres Kleinkläranlagen-Handbuches

Am Freitag, dem 19. März, präsentiert der Mironde-Verlag gemeinsam mit den beiden Autoren Dr. Karin Heinrich und Dr. Steffen Heinrich, sowie dem Verbandsvorsitzenden des Zweckverbandes Frohnbach Bürgermeister Klaus Kertzscher im Sach- und Fachbuchforum Halle 3 Stand H 300, um 15.00 Uhr Erfahrungen mit dem Kleinkläranlagen-Handbuch, dem Ratgeber-Handbuch für Grundstückseigentümer. Die Wissenschaftlerin Dr. Karin Heinrich und der Geschäftsleiter des ZV Frohnbach, Dr. Steffen Heinrich, legen eine Orientierungshilfe für alle Grundstückseigentümer vor, die wie in Sachsen bis zum 31.12.2015 aufgrund gesetzlicher Vorgaben ihre Dreikammerklärgruben, die nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen, auf vollbiologische Anlagen umstellen müssen. Die Autoren gehen auf Grundlagen, Technik, Bau, Betrieb und Kosten ein. Es werden zehn heute gängige Verfahren vorgestellt, die alle unter den entsprechenden Umständen ihre Berechtigung haben.

Information
Karin Heinrich/Steffen Heinrich: Das Kleinkläranlagen-Handbuch, 312 Seiten, Fadenbindung, 23,4 × 30,5 cm, 69 z.T. ganzseitige Farbfotos, 62 farbige Abbildungen, 17 Tabellen, 1 Karte, 27 Formularvordrucke 48,00 €
ISBN 978-3-937654-34-8

 
 

Foto: Prof. Eberhard Görner und der Zisterzienser Abt Bernhard aus dem Kloster Osek nach einer Vorführung des Dokumentarfilmes »Ruhen in der Zeit« im Dresdner Programmkino Ost am 7. Februar 2010.

Am Sonnabend, dem 20. März, lädt der Mironde-Verlag zur Leseinsel Religion in Halle 3 Stand A 200, um 17.00 Uhr zum Nachdenken mit Pater Gabriel ein. Der Herausgeber des Aphorismen-Bandes Prof. Eberhard Görner wird den Autor Pater Dr. Gabriel Lobendanz OCist, dem Spiritual des Zisterzienserinnen-Klosters Waldsassen vorstellen.
Eberhard Görner ist auch der Autor zweier Dokumentarfilme über Kloster Waldsassen mit den Titeln »Ruhen in der Zeit« und »Im Herzen Europas«. Hier kommt auch Pater Dr. Gabriel Lobendanz zu Wort.

Information
Pater Gabriel K. Lobendanz OCist: Kloster-Aphorismen
(Band 4 Edition Kammweg)
Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Eberhard Görner
Engl. Broschur, 12,4 × 18,6 cm, 96 S.
Mit 9 Original-Kalligraphien von Birgit Eichler
Verkaufspreis: 9,50 €
ISBN 978-3-937654-39-3


 
 

Am Sonntag, dem 21. März, wird der Mironde-Verlag gemeinsam mit dem EOR-Mediastudio und dem Sprecher Siegfried Arlt im Leipzig-liest-Forum Halle 5, Halle 5, Stand E 600, um 14.00 Uhr das erste Sagen-Hörbuch des Mironde-Verlages mit dem Titel »Der Nix vom Chemnitztal vorstellen.«
Das Hörbuch erscheint in einer Reihe von Heimatsagen des Mironde-Verlages. Gleichzeitig wollen wir auf elf weitere Neuerscheinungen von gedruckten Sagenbüchern im Jahre 2010 hinweisen

Information
CD-Hörbuch: Der Nix vom Chemnitztal. Sagen aus Chemnitz.
Sprecher Siegfried Arlt.
Laufzeit 72 Minuten. Verkaufspreis 7,90 €
ISBN 978-3-937654-37-9

Zur Reihe Sagen unserer Heimat
Wenn man eine solche Reihe beginnt, dann muss man sich heute die Frage stellen lassen: Wozu heimatliche Sagen in unserer »modernen« Zeit? Tatsächlich haben die »alten« Geschichten heute kein großes Publikum mehr. Platziert das Fernsehen nicht 24 Stunden am Tag bunte Bilder vor unsere Köpfe? Wozu braucht es da noch der alten Methode des Vorlesens und Erzählens? Autoren, die sich für Vertreter der »modernen« Literatur halten, übernehmen Marktmechanismen und preisen das »Neue« ihrer Bücher. Bei König Minos verwandelte sich alles, was er in seine Hände bekam, zu Gold. So erscheinen auf dem heutige Literatur-Markt in Deutschland täglich im Durchschnitt 400 Bücher neu. Doch im selben Moment sind sie schon »veraltet«. Bei König Minos verwandelte sich am Ende selbst die Speise in Gold, so dass er im Reichtum verhungerte. Mit der Zahl der Neuerscheinungen wächst heute aber auch der Anteil der funktionellen Analphabeten. Die Angaben über den Rückgang des Wortschatzes bei Kindern und Jugendlichen sind alarmierend.
Die Jagd nach dem »Neuen« ist also dem Anschein nach unserer Bildung nicht besonders förderlich. Zudem geht die Fixierung auf »Neuigkeit« am Wesen von Literatur und der Kultur vorbei. Literatur und Sprache sind Momente unseres kulturellen Erbes. Jede Generation muss sich die Erbschaft ihrer Zeit neu aneignen. Diese Aneignung beginnt im Kindesalter. Über Jahrtausende lernten Kinder und Jugendliche das kulturelle Erbe über Märchen, Mythen, Legenden und Sagen kennen. Natürlich konnte man dieses Erbeaneignung ideologisch instrumentalisieren. Zwischen 1871 und 1945 geschah dies auch. Nach 1945 wurde Sagen und Märchen deshalb unter den Verdacht des »Völkischen« gestellt und bewusst ausgegrenzt. Heute haben wir es eher mit wirtschaftlichen Formen der Instrumentalisierung zu tun. Seit einigen Jahren wird für die »Globalisierung« taugliche »Plastik-Literatur« in gigantischen Mengen und gleichzeitig in fast allen Weltsprachen auf den Markt geworfen. Ziel ist der globale Einheitskunde. Begleitet wird dieser Marktrend von ideologischen Lobliedern auf die eine »Universalkultur«.
Doch statt dem Universellen befindet sich nur abstrakte Vereinheitlichung in der bunten Verpackung. Das Leben ist eben nicht abstrakt sondern konkret. Obwohl alle Menschen auf der Erde durch ihr Menschsein verbunden sind, leben wir jedoch in kulturell und geographisch sehr unterschiedlichen Verhältnissen. Das Besondere der Region in der wir leben, verbindet uns und unterscheidet sich von anderen Regionen. Die Sage, die an ein Ereignis in heimatlicher Landschaft geknüpft ist, und deren Aneignung deshalb die Kenntnis der Heimat voraussetzt und befördert, ermöglicht uns in der Kindheit die Erfahrung des Besonderen. Doch nicht nur das, mit dem Zugang zum regionalen Erbe lernen wir gleichzeitig Allgemein-Menschliches kennen, begehen wir gleichzeitig den Weg für das Verständnis der Sagen anderer Völkerschaften, bis hin zur Einsicht, dass sich bei allen Unterschieden die Sagen der Menschen in den verschiedenen Regionen und Erdteilen doch allgemein ähneln. Über die Erkenntnis des Besonderen kommen wir zur Erkenntnis des Allgemein-Menschlichen. Das Allgemeine hat auf diese Weise eine besondere, sinnliche Dimension. Die Sprache stellt die Einheit der vielfältigen Sinneseindrücke her.
Mit den Sagen eignen sich die Kinder regionale Sprachgeschichte an. Notwendig sind für Vorschulkinder zunächst allein das Vorlesen und die Erzählung. Später eignen sich Sagen für das Lesen-Lernen und das eigenständige Nacherzählen, Malen von Szenen oder Spielen von Szenen. Aus dem Sprechen erwächst auch unser Denken. Wir können nur denken, was wir sprechen können, meinte Johann Gottfried Herder vor 200 Jahren.
Die Bekanntschaft mit und der Gebrauch von ambivalenten Worten und Ausdrücken, von Synonymen und Homonymen, von Nuancen und Feinheiten, ist die wichtigste Grundlage für die Entwicklung unseres Assoziationsvermögens, für Phantasie und den Aufbau von Bildern in unserem Kopf.
Hier liegt auch der Unterschied: Lesen und Erzählen ist »Fern-Sehen« im Kopf.
Johannes Eichenthal

 
 

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Buchmesse Leipzig 2010
Verlagsgemeinschaft ChemNetzWerk in Leipzig vertreten
 

Der Mironde-Verlag ist vom 18. bis 21. März 2010 gemeinsam mit dem ChemNetzWerk in Halle 5 auf Stand B 100 der Leipziger Buchmesse vertreten (Das ist der gleiche Standort wie 2009) und stellt in Leipzig seine wichtigsten Neuerscheinungen für 2010 vor.
Gleichzeitig möchten wir Sie auf die Lesenacht der Chemnetzwerker, am Freitag, dem 19. März, um 19.30 Uhr im Cafe Anton-Hannes, Beethovenstraße 17, 04107 Leipzig (www.anton-hannes.de) hinweisen. Hans Brinkmann und Lothar Becker treten auf. Kathrin Albrecht und Diana Hamann werden den Mironde-Verlag an diesem Abend vertreten.
Im Rahmen der Buchmesse stellt der Mironde-Verlag in der Veranstaltungsreihe Leipzig liest auf dem Messegelände vier ausgewählte Bücher vor.

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