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Reportagen

LIEBE, TRÄUME, ZAUBERWELTEN – EIN LEBEN MIT GOETHE

Der Chemnitzer Maler, der bekannte Künstler Axel Wunsch, stellt seit dem 5. September 2026 bis Mitte Oktober »Gesammeltes«, Arbeiten befreundeter Künstlerinnen  und Künstler und natürlich auch Eigenes, in der »Galerie denkART« aus. Die Enthusiasten um Helfried Malich hatten im Jahre 2017 die Idee, auf dem Chemnitzer Sonnenberg einen Kreativraum zu schaffen, die wenig später mit der »Galerie denkART« Wirklichkeit wurde. Seither wechseln an diesem Ort Expositionen namhafter Künstler und solche die es noch werden wollen, in schönster Regelmäßigkeit. Dass sich dazu neben Liebhabern auch Partner gesellen, spricht für die Anziehungskraft dieser Galerie. Einer der besonders Regsamen ist der Senioren-Film-Club – ein Team, welches mit seinem Anliegen Film-Porträts gestaltet, in denen unter anderem eine Vielzahl Chemnitzer Künstler mit ihrem Schaffen  dokumentiert sind. (Foto oben)

Dass diese Filmemacher mit ihren Dokus auch große Themen der Stadt Chemnitz gestalten, ist kein Geheimnis. So entstand unter anderem auch ein eindrucksvoller Film über die Entstehung des Karl-Marx-Monuments in der Chemnitzer Brückenstraße. Ganz aktuell aber erregte das 100-jährige Jubiläum der Goethe-Gesellschaft Chemnitz die Aufmerksamkeit der Filmemacher. 

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Absprache zwischen dem Senioren-Film-Club und Siegfried Arlt (re.).

Dass die Filmpremiere in der »Galerie denkART« am 9. September 2026 inmitten der Exposition von Axel Wunschs »Gesammeltem« einer kleinen Sensation glich, überraschte nicht nur den langjährigen Vorsitzenden dieser Gesellschaft, den Kulturwissenschaftler Siegfried Arlt, sondern alle, die der Einladung um 18.00 Uhr gefolgt waren. 

Heide Ludwig, die Drehbuchautorin des Films: »Liebe, Träume, Zauberwelten – ein Leben mit Goethe«,  begrüßte die zahlreichen Besucher. 

Der Film selbst, kommentiert vom Rex spiritus der Gesellschaft, Siegfried Arlt, beginnt im Jahre 1949, dem Jahr, in dem die Welt Goethes 200. Geburtstag feierte und der elfjährige Jung-Siegfried von Haus zu Haus eilte, um die eigens aus diesem Anlass erschienenen Sonderbriefmarken feil zu bieten. Dass daraus eine Lebensgeschichte werden sollte, in der Kunst, Literatur und Wissenschaft miteinander verschmelzen und das Profil einer Gesellschaft prägen sollten, ahnte er damals nicht einmal in seinen kühnsten Träumen.

Am Ende des Streifens erschallt Beifall, denn in den vergangenen 30 Minuten erlebten die Zuschauer, nicht nur was sich in den zurückliegenden Jahren ereignet hatte, sondern das, was bleibt. So die Festschrift zum »100.« mit den Beiträgen von fünf namhaften Autoren und dem Grußwort des sächsischen Ministerpräsidenten und dem des Chemnitzer Oberbürgermeister. Der Gedenkort an der Bernhardschen Baumwollspinnerei  mit der Gedenktafel, die an Goethes persönlichen Aufenthalt am 28. September 1810 in Chemnitz erinnert. Die »Goethe-Galerie« im tschechischen Marienbad, die gemeinsam mit der 2003 gegründeten Goethe-Gesellschaft Marienbad  entstanden war und die »Goethe-Bibliothek«, im Chemnitzer SenVital Niklasberg, die der Hausherr Andreas Knoth, stolz sein eigen nennt.

All das würdigt und zeigt dieser Film, der für seine Zuschauer aber ein eigenständiges, einzigartiges Erlebnis bleibt.

Clara Schwarzenwald

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Besucher und Vereinsmitglieder der Galerie denkART e.V. In der Mitte, sitzende, Helfried Malich.

Die Litterata – Technik und Poesie in Mitteleuropa – ist ein Feuilleton des Mironde Verlags (www.mironde.com) und des Freundeskreises Gert Hofmann.

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Information

Die Ausstellung »Gesammeltes« ist noch bis zum 17. Oktober 2026 zu sehen.

Am 10. Oktober 2026 wird zu einem Gespräch mit Axel Wunsch eingeladen.

https://www.denkart-chemnitz.com

Siegfried Arlt (Hrsg.): Festschrift. 100 Jahre Goethe-Gesellschaft Chemnitz. Broschur, 21 × 21 cm, ca. 148 Seiten, 85 z.T. farbige Fotos und Abbildungen. ISBN 978-3-96063-072-2. 19,00 Euro.

Erhältlich in jeder Buchhandlung oder direkt beim Verlag: https://buchversand.mironde.com/p/100-jahre-goethe-gesellschaft-chemnitz

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