Reportagen

NEUE ZEITSCHRIFTEN

Die Zeitschrift mit dem ungewöhnlichen Titel »5plus. Bücher, Menschen, Themen« hat für die Nr. 1/2018 den Schwerpunkt »1968«. Gerd Koenen, Uwe Timm, Martin Schulze-Wessel, Uwe Sonneberg und Bernhard Echte kommen in dieser Rubrik zu Wort. Danach empfehlen Buchhändlerinnen und Buchhändler den Lesern besondere Bücher. Das ist vielleicht der interessanteste Teil der Zeitschrift, weil es sich hier nicht um »Kritiken« in Germanistenprosa oder Demonstrationen von Detailwissen handelt. Statt dessen versuchen die Buchhändler den Leser vorbildhaft zum Buch hinzuführen. Wir kennen einen solchen Stil von dem Germanisten, Journalisten und Buchhändler Dr. Klaus Walther. Man sollte nur Bücher besprechen, die man selbst mag. Artikel zu verschiedenen Themen beschließen das Heft. Herausgegeben wird die Zeitschrift von den Buchhandlung Bittner (Köln), Dombrowski (Regensburg), Felix Jud (Hamburg), Lehmkuhl (München), Leporello (Wien), Librium (Baden), Schleichers Buchhandlung/Kohlhaas & Company (Berlin), Zum Wetzstein (Freiburg).

www.5plus.org

 

Die Nummer 2/2018 der »Marginalien. Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie« erschien ebenfalls. Matthias Biskupek würdigt das Werk von Jens Henkel, anlässlich dessen 65. Geburtstag; Christoph Links erinnert an einige vergessene belletristische Verlage in der DDR; Gunnar Decker würdigt das Werk von Nuria Quevedo; Elke Lang vergegenwärtigt das Werk des verstorbenen Joachim John; Gerhard Rechlin würdigt das Werk Karl-Georg Hirschs anlässlich dessen 80. Geburtstag. Beiträge aus verschiedenen Bereichen ergänzen das Heft. Die abschließende Rubrik »Aus der Pirckheimer Gesellschaft« bietet nocheinmal lebendige Informationen in hoher Dichte.

www.pirckheimer-gesellschaft.org

 

Ausgabe 2/2018 von »Aus dem Antiquariat. Zeitschrift für Antiquare und Büchersammler.« liegt uns ebenfalls vor. Herausgegeben wird die Zeitschrift von der IG Antiquariate und Versandbuchhandel im Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Eingeleitet wird das Heft mit einem informativen, reich illustrierten Artikel von Roland Jaeger über Leben und Werk des Buch-, Zeitschriften- und Plakatgestalters Busso Malchow. Großen Raum nehmen Berichte von Ausstellungen und Messen ein. Carsten Wurm informiert über eine am 9. Juli 2018 beendete Ausstellung mit dem etwas irritierenden Titel »Neolithische Kindheit« im Berliner Haus der Kulturen. Der Autor hebt hervor, dass hier die Kunst nicht isoliert betrachtet werde, wie in einer Gemäldeausstellung, sondern im Zusammenhang mit den geistigen Strömungen der Zeit. Den Kunsthistoriker Carl Einstein (1885–1940) hoben die Kuratoren in diesem Zusammenhang besonders heraus. Zeitgleich wurden Werke und Briefe Einsteins digitalisiert. Das Schicksal des avantgardistischen Kunsthistorikers steht für eine ganze Generation: 1928 übersiedelte er nach Paris, ab 1933 war ihm eine Rückkehr nach Deutschland nicht mehr möglich, er kämpfte mit den Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg für die Republik, nach der Rückkehr nach Frankreich musste er vor den deutschen Truppen fliehen und wählte 1940 in Pau nahe der spanischen Grenze den Freitod. Rezensionen und Veranstaltungshinweise beschließen das Heft.

Redaktion: b.biester@mvb-online.de

www.maximilian-gesellschaft.de

 

 

Die Sommerausgabe der Zeitschrift »SIGNUM. Blätter für Literatur und Kritik« bietet im 19. Jahrgang dem interessierten Leser wieder eine Vielfalt an Lyrik- und Prosatexten. Die Besonderheit der Ausgabe besteht in der Veröffentlichung rätoromanischer Texte (mit neuhochdeutscher Übersetzung) von Mevina Puorger, Jon Semadeni, Cla Biert, Oscar Peer, Hendri Spescha, Vic Hendry, Lothar Deplazes, Arnold Spescha, Leo Tuor, Dumenic Andry, Rur Plouda, Chatrina Josty und Gianna Olinda Cadonau. Eine ausführlicher Rezensionsteil beschließt die Ausgabe. Herausgegeben wird die Zeitschrift von Norbert Weiß Bezugsmöglichkeit über den Buchhandel oder beim Herausgeber m.n.weiss@t-online.de

www.zeitschrift-signum.de

 

Liebe Leser, wir hoffen, dass wir Ihnen eine schöne Sommerlektüre empfehlen können.

Clara Schwarzenwald

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