{"id":8750,"date":"2020-07-03T09:50:06","date_gmt":"2020-07-03T09:50:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/?p=8750"},"modified":"2021-02-06T06:56:53","modified_gmt":"2021-02-06T06:56:53","slug":"die-dezentrale-pyrolyse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/8750\/interview\/die-dezentrale-pyrolyse","title":{"rendered":"DIE DEZENTRALE PYROLYSE"},"content":{"rendered":"\n<p>Im zentralen Kl\u00e4rwerk des Abwasserzweckverbandes \u00bbZweckverband Frohnbach\u00ab in Niederfrohna wurde am 20. Juni 2018 vom Staatsminister f\u00fcr Landwirtschaft und Umwelt Thomas Schmidt (CDU) der feierliche erste Baggeraushub zur Errichtung einer Halle f\u00fcr eine Kl\u00e4rschlammveredlungsanlage get\u00e4tigt. Seit April 2020 l\u00e4uft der offizielle Probebetrieb. Die fertiggestellte Anlage umfasst die Prozessstufen Trocknung mit anschlie\u00dfender Pyrolyse des an Ort und Stelle anfallenden Schlammes. Pyrolyse bedeutet hier kurzzeitiges Erhitzen des Trockengutes auf 600 bis 650 \u00b0C unter Sauerstoffabschluss. Dabei werden alle organischen Inhaltsstoffe beseitigt und es entsteht ein stark phosphorhaltiges, keimfreies und schadstoffarmes Karbonisat. Dies geschieht vor allem mit der im Kl\u00e4rwerk gewonnenen Energie (Kl\u00e4rgas, Solarstrom, Wasserkraft). Karin Heinrich (Berlin), Elisabeth Lorenz (Gro\u00dfenhain), Philipp Hagemann (Schwerin), Raymond Kick (Burgst\u00e4dt) und Steffen Heinrich (Niederfrohna) durften freundlicherweise in einem Artikel in der&nbsp;<em>KA<\/em>&nbsp;Korrespondenz Abwasser, Abfall 2020 (67) Nr. 3 S. 185\u2013193 den neuen technologischen Ansatz zur Diskussion stellen. In Konzentration auf die wesentliche Frage stellten die Autoren ihren Diskussionsbeitrag unter den Titel \u00bb\u00d6kologischer Fu\u00dfabdruck von Kl\u00e4rschlamm-Karbonisat und von Kl\u00e4rschlamm-Asche im Vergleich\u00ab. Es geht den Autoren um die langfristigen Folgen des Umgangs mit Kl\u00e4rschlamm.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"710\" height=\"473\" src=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3931.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8757\" srcset=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3931.jpg 710w, https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3931-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px\" \/><figcaption><em>Halle zur Kl\u00e4rschlammveredlung im Kl\u00e4rwerk Niederfrohna<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Daraufhin ver\u00f6ffentlichte die&nbsp;<em>KA<\/em>&nbsp;Korrespondenz Abwasser, Abfall 2020 (67) Nr. 4 einen Artikel von Norbert Dichtl, Rainer K\u00f6nemann, Falko Lehrmann, Arnold Sch\u00e4fer, Karl Georg Schmelz, J\u00f6rg Six, Dieter Th\u00f6le und Erwin Voss. Der Titel dieses Beitrages lautet: \u00bbStellungnahme aus dem DWA-Hauptausschuss KEK zum Artikel \u201a\u00d6kologischer Fu\u00dfabdruck &#8230;\u2018\u00ab (nachfolgend \u00bbStellungnahme\u00ab). In der Einleitung wird hervorgehoben, dass der Artikel \u00bb\u00d6kologischer Fu\u00dfabdruck\u00ab eine \u00bbangeregte Diskussion\u00ab ausl\u00f6ste. Eine solche Bereitschaft zur wissenschaftlichen Diskussion ist in der heutigen Zeit h\u00f6chst lobenswert. Allerdings gelingt den Autoren der \u00bbStellungnahme\u00ab leider keine wirkliche Er\u00f6rterung der strittigen Fragen. Irgendwie klingt ihre Einsch\u00e4tzung am Ende immer wie Rechthabenwollen: \u00bbAufgrund der oben dargestellten fehlerhaften Ans\u00e4tze f\u00fcr die Bilanzierung sind die daraus abgeleiteten Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Autoren in dieser Form nicht haltbar.\u00ab (KA 4\/2020, S. 1) Die Argumentation der \u00bbStellungnahme\u00ab enth\u00e4lt zudem grobe handwerkliche Schnitzer. So schreibt man, dass 75 Prozent der Verbrennungsanlagen in der N\u00e4he von einem Kl\u00e4rwerk st\u00fcnden. Im Klartext, 15 von 20 existierenden Verbrennungsanlagen befinden sich in der N\u00e4he eines Kl\u00e4rwerkes. War denn in der Autorengruppe niemand, der den anderen erkl\u00e4ren konnte, dass die Frage gerade umgekehrt steht: In welcher durchschnittlichen Entfernung befinden sich die etwa 10.000 Kl\u00e4rwerke Deutschlands zu den 20 Verbrennungsanlagen? Oder man schreibt, dass 0,2 Prozent aller bestehenden Kl\u00e4rwerke \u00fcber eine moderne Schlammverbrennungseinrichtung verf\u00fcgen. Das ist also nicht mal eines von zehntausend. Was bringen solche kryptischen Formulierungen? Oder man versteigt sich, unter Hinweis auf das hohe G\u00fclleaufkommen der industriellen Landwirtschaft, zu der problematischen Behauptung, dass die landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4che gar keinen Phosphorbedarf h\u00e4tte. Kein Wort zu den Nitrat- und Antibiotika-\u00bbNebenwirkungen\u00ab von G\u00fclle. Kein Wort zum massenhaften Einsatz von cadmium- und uranhaltigem Import-Minerald\u00fcnger in der Landwirtschaft. Kein Wort zur Forderung des Gesetzgebers nach Phosphorr\u00fcckgewinnung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"710\" height=\"475\" src=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/180620ZVF9415.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7094\" srcset=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/180620ZVF9415.jpg 710w, https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/180620ZVF9415-300x201.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px\" \/><figcaption><em>Erster Baggeraushub f\u00fcr die neue Pyrolyse-Halle am 20. Juni 2018 durch den Staatsminister f\u00fcr Landwirtschaft und Umwelt Thomas Schmidt (CDU) im Kl\u00e4rwerk Niederfrohna<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Fazit: Wir w\u00fcnschen den Autoren der \u00bbStellungnahme\u00ab die F\u00e4higkeit zur angeregten Diskussion, sehen aber, dass sie die selbst gestellte Aufgabe leider nicht bew\u00e4ltigten. So entsteht letztlich der Eindruck, diese Autoren behaupteten lediglich ihre ein-f\u00fcr-allemal als richtig angenommene Position und lehnten alle neuen, alternativen Gedanken pauschal ab. Irgendwie erinnern die Autoren der \u00bbStellungnahme\u00ab an die letzten Verteidiger des zentralen Gro\u00dfrechners in den 1990-er Jahren, die an der \u00fcberholten Technologie noch festhielten als die dezentrale Alternative PC schon l\u00e4ngst anerkannt war. Tats\u00e4chlich hei\u00dft es am Ende der Stellungnahme: \u00bbDer Einsatz der Wirbelschichttechnologie wurde bereits 2005 in den europ\u00e4ischen BREF-Dokumenten wegen der hohen Verbrennungseffizienz als beste verf\u00fcgbare Technik eingestuft.\u00ab In den Augen der Autoren gibt es nur die zentrale Verbrennungsanlage. Da haben wir es, das TINA-Prinzip: There Is No Alternativ.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen allerdings eingestehen, dass es bei einer TINA-Grundhaltung sehr schwer, fast unm\u00f6glich ist, neue und alternative Positionen zu diskutieren.&nbsp;Vor einem halben Jahr h\u00e4tten wir einen solchen Beitrag noch mit einem Achselzucken abgetan. Aber nach der Corona-Pandemie erscheinen viele Fragen in einer v\u00f6llig neuen Brisanz.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"710\" height=\"473\" src=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3918.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8753\" srcset=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3918.jpg 710w, https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3918-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px\" \/><figcaption><em>Anlage zur Kl\u00e4rschlammveredlung in der Aufbauphase<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em><strong>Wir fragten deshalb Dr.-Ing. Steffen Heinrich, wie er die \u00bbStellungnahme\u00ab einsch\u00e4tzt?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Steffen Heinrich<\/strong>: Wir begr\u00fc\u00dfen eine angeregte und offene Diskussion \u00fcber die infragekommenden M\u00f6glichkeiten zur umweltfreundlichen Nutzung der N\u00e4hrstoffressource Kl\u00e4rschlamm. Er ist zu wertvoll, um in der althergebrachten Tradition wie l\u00e4stiger Abfall verbrannt zu werden. Dabei \u00fcbernehmen mittlerweile zunehmend auch Belange des Klima-, Boden- und Gew\u00e4sserschutzes unser Blickfeld. Gerade deshalb ist es nicht zielf\u00fchrend, wenn man sich auf 15 Jahre alte \u00c4u\u00dferungen der EU \u00fcber die einst f\u00fcr am besten befundene verf\u00fcgbare Technik (BREF) beruft. Was hat sich in den letzten 15 Jahren nicht alles getan? Es geh\u00f6rt zu unserer menschlichen Verantwortung gegen\u00fcber der Natur, stets auch alternative Verfahren zu suchen. Eine Verhinderung und Diskriminierung der bodenbezogenen Anwendung von Karbonisat aus Kl\u00e4rschlamm aufgrund seiner Herkunft ist nicht gerechtfertigt. Eigene, reproduzierbare Untersuchungen zeigen, dass er bez\u00fcglich der wesentlichen Parameter der teuren Biokohle in nichts nachsteht. Experten der Bodenkunde halten die bodenbezogene Nutzung von Kl\u00e4rschlammkarbonisat f\u00fcr den K\u00f6nigsweg. Sie loben die positiven humusf\u00f6rdernden, wasserspeichernden, n\u00e4hr- und schadstoffbindenden Effekte f\u00fcr das Bodenleben sowie die unmittelbare Schlie\u00dfung des Stoffkreislaufes.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"710\" height=\"473\" src=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3924.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8754\" srcset=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3924.jpg 710w, https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3924-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px\" \/><figcaption><em>Anlage zur Kl\u00e4rschlammveredlung in der Aufbauphase<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em><strong>Was sagen Sie zur aufgeworfenen Frage \u00bbmangelnder L\u00f6slichkeit\u00ab des im Karbonisat enthaltenen Phosphates?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Steffen Heinrich<\/strong>: Die einschl\u00e4gige wissenschaftliche Literatur bezeichnet eine Zitronens\u00e4urel\u00f6slichkeit von 40 Prozent des im D\u00fcngemittel enthaltenen Gesamtphosphates als Kriterium f\u00fcr eine hinreichende Pflanzenverf\u00fcgbarkeit. Asche von verbranntem Kl\u00e4rschlamm bringt es in der Regel lediglich auf die H\u00e4lfte dessen. Dennoch stellt sie ein gesetzlich zugelassenes Phosphat-D\u00fcngemittel dar. Bei Karbonisat aus Kl\u00e4rschlamm liegt dieser Wert bei \u00fcber 50%. Bereits wegen dieser ausgewiesenen Pflanzenverf\u00fcgbarkeit eignet sich Kohle aus kommunalem Kl\u00e4rschlamm gut als Phosphat-D\u00fcnger.<\/p>\n\n\n\n<p>Nichts Gegenteiliges ergibt sich hinsichtlich des Gehaltes von Schwermetallen wie beispielsweise Cadmium. F\u00fcr P-Minerald\u00fcnger erlaubt die Europ\u00e4ische D\u00fcngemittelverordnung (2019) eine Cadmiumkonzentration von 60 mg je kg P<sub>2<\/sub>O<sub>5<\/sub>. Dieser Grenzwert gilt auch f\u00fcr Kl\u00e4rschlamm-Asche. In Deutschland betr\u00e4gt das gesetzlich zul\u00e4ssige Limit 50 mg Cadmium je kg P<sub>2<\/sub>O<sub>5<\/sub>. Demgegen\u00fcber ist der Cadmiumgehalt von aus Kl\u00e4rschlamm hergestelltem Karbonisat wesentlich geringer. Er betr\u00e4gt etwa 26 mg je kg P<sub>2<\/sub>O<sub>5<\/sub>. Bei Prozesstemperaturen um 600\u00b0C liegt die Konzentration bei weniger als 10 mg je kg P<sub>2<\/sub>O<sub>5<\/sub>. Die beim Zweckverband Frohnbach hergestellte Kohle bringt es auf weniger als 5 mg Cadmium je kg P<sub>2<\/sub>O<sub>5<\/sub>, also ein Zehntel des f\u00fcr mineralische P-D\u00fcnger Erlaubten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der wissenschaftliche Ausschuss f\u00fcr Toxikologie, \u00d6kotoxikologie und Umwelt der Europ\u00e4ischen Union (SCTEE) geht davon aus, dass geringe Cadmiumgehalte in D\u00fcngemitteln von nicht mehr als 20 mg je kg P<sub>2<\/sub>O<sub>5<\/sub>&nbsp;tendenziell nur eine relativ langsame Anreicherung im Boden oder g\u00fcnstigstenfalls \u00fcber einen Zeitraum von hundert Jahren gesehen sogar eine Verringerung erwarten lassen. Demgegen\u00fcber ist bei hohen Cadmiumgehalten ab 60 mg je kg P<sub>2<\/sub>O<sub>5<\/sub>&nbsp;\u00fcber denselben Zeitraum mit einer relativ hohen Anreicherung in Ackerb\u00f6den zu rechnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"710\" height=\"473\" src=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3927.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8755\" srcset=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3927.jpg 710w, https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3927-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px\" \/><figcaption><em>Anlage zur Kl\u00e4rschlammveredlung in der Aufbauphase<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em><strong>Und was sagen Sie zum Vorwurf, das Karbonisat binde Schadstoffe im Boden?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Steffen Heinrich<\/strong>: Ja, die Kohle bindet Schadstoffe. Jedoch ist dieses Schadstoffbindungsverm\u00f6gen, wie eine Studie des Julius-K\u00fchn-Instituts \u00fcber den Einsatz von Biokohle auf g\u00e4rtnerisch genutzten B\u00f6den mit Schwermetallkontamination untermauert, nicht kritisch, sondern vielmehr positiv zu bewerten, weil es die Abgabe von solchen Schadstoffen in das Grundwasser und tiefer liegende Bodenschichten durch Zwischenspeicherung verz\u00f6gert und damit auf ein f\u00fcr die Selbstheilungskr\u00e4fte der Natur vertr\u00e4gliches Ma\u00df zu reduzieren vermag.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberdies stellt das Umweltbundesamt in seinem Bericht vom April 2019 fest, dass mittels Pyrolyse eine komplette Zerst\u00f6rung von Medikamentenr\u00fcckst\u00e4nden erreicht wird und daf\u00fcr eine Temperatur von 500\u00b0C und ein relativ kurzer Zeitraum von lediglich drei Minuten bereits ausreichen. Beim Kl\u00e4rschlammkarbonisat des Zweckverbandes Frohnbach ist es gelungen, die Konzentration der erw\u00e4hnten polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe sogar unterhalb der Nachweisgrenze zu halten. Es gibt keinen sachlichen Grund, Kl\u00e4rschlammkarbonisat f\u00fcr die bodenbezogene Anwendung auszuschlie\u00dfen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"710\" height=\"473\" src=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3916.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8752\" srcset=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3916.jpg 710w, https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3916-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px\" \/><figcaption><em>Schlammtrocknung<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em><strong>Was sagen Sie zu den energetischen Einw\u00e4nden gegen das Pyrolyse-Verfahren?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Steffen Heinrich<\/strong>: Anders als von den Fachleuten des DWA-Hauptausschusses KEK behauptet, ist eine Pelletierung f\u00fcr eine Pyrolyse nicht erforderlich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Was die kritisierte Bilanzgrenze angeht, bleibt festzustellen, dass auch unter den Bedingungen der 17. BImSchV Wasser nicht brennbar ist. Solange das im Kl\u00e4rschlamm enthaltene Wasser nicht verdampft ist, kann keine thermochemische Zersetzung der organischen Substanz stattfinden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Kl\u00e4rschlamm als Trockensubstanz hat einen unteren Heizwert von etwa 9.000 bis 12.000 kJ pro kg. Um ein Kilogramm Wasser zu verdampfen, ben\u00f6tigt man physikalisch rund 2.300 kJ. Bei einem Wassergehalt von 75 Prozent sind f\u00fcr ein Kilogramm Trockensubstanz drei Kilogramm Wasser zu verdampfen. Dieser Energieaufwand muss sowohl bei der Pyrolyse als auch bei der Verbrennung aufgewendet werden. Ungeachtet noch zu ber\u00fccksichtigender Wandlungsverluste bleiben also lediglich ca. 25 bis 40 Prozent dessen als maximal m\u00f6glicher Bilanzgewinn \u00fcbrig. Anders als behauptet ist rechnerisch kein bedeutsamer Energiegewinn aus Kl\u00e4rschl\u00e4mmen m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die f\u00fcr eine Verbrennung teilgetrockneten Kl\u00e4rschlammes ben\u00f6tigte St\u00fctzfeuerung bleibt bei der Stellungnahme aus dem DWA-Hauptausschuss unerw\u00e4hnt, w\u00e4hrenddessen der Pyrolyse vorgehalten wird, sie komme f\u00fcr die Volltrocknung nicht ohne den Einsatz von Prim\u00e4renergie aus. Um solche Wirrungen zu vermeiden, hatten die Autoren die f\u00fcr eine objektiven Vergleich n\u00f6tigen Bilanzgrenzen ausf\u00fchrlich erkl\u00e4rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einer Verbrennung des Kl\u00e4rschlammes wird der sonst im Karbonisat dauerhaft gebundene Kohlenstoff sofort oxidiert. Dabei entstehen gro\u00dfe Mengen des Treibhausgases CO<sub>2<\/sub>. Es handelt sich um eine sehr klimasch\u00e4dliche und im Hinblick auf die weltweiten Bem\u00fchungen zum Klimaschutz kritisch zu betrachtende Art und Weise, W\u00e4rmeenergie aus einem ungeeigneten Energietr\u00e4ger f\u00fcr wom\u00f6glich sogar prozessferne Abnehmer herzustellen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"710\" height=\"473\" src=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3929.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8756\" srcset=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3929.jpg 710w, https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3929-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px\" \/><figcaption><em>Das Produkt der Kl\u00e4rschlammveredlung: Karbonisat. Es ist sehr naturnah und mit bestehenden rechtlichen Kategorien nicht zu fassen. Es ist weder Abfall noch D\u00fcnger. \u00c4hnlich der Erde ist es f\u00fcr die Kreaturen physiologisch g\u00fcnstig und lebensf\u00f6rdernd. Die Pflanzen f\u00fchlen sich darin wohl und gedeihen. Es wirkt systemisch.&nbsp;All das kann man weder von Abfall noch von D\u00fcnger behaupten oder erwarten.&nbsp;<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em><strong>Was sagen Sie zu den Einw\u00e4nden gegen die Hinweise auf den durchschnittlich hohen Transportaufwand bei zentraler Verbrennung?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Steffen Heinrich<\/strong>: Der von Herrn Prof. Dr.-Ing. Dichtl und seinen Mitautoren vermittelte Eindruck, dass f\u00fcr jedes zentrale Kl\u00e4rwerk auch im l\u00e4ndlichen Raum Deutschlands eine Kl\u00e4rschlammverbrennungsanlage mit Trocknungsanlage sowie Dampfturbine und angeschlossener Phosphorrecyclinganlage entstehen k\u00f6nnte und damit so gut wie kein Stra\u00dfenverkehr verbunden sei, entbehrt jeglicher wirtschaftlich und baufachlich darstellbarer Grundlagen und ist in der Zukunft auch nicht absehbar. Vielmehr gehen die Autoren des \u00bbFu\u00dfabdruckes\u00ab von einem Szenario aus, wonach nicht alle Kl\u00e4rwerke in einer Gro\u00dfstadt oder nahe eines Chemieparks stehen, wo entsprechende Mengen an Kl\u00e4rschl\u00e4mmen zum Betrieb einer nahegelegenen Verbrennung und P-Raffinerie anfielen und wirtschaftlich w\u00e4ren. Daher mussten f\u00fcr einen objektiven Vergleich mit dem dezentral und in allen Gr\u00f6\u00dfenordnungen anwendbaren Pyrolyseverfahren Fahrleistungen f\u00fcr in wenigen zentralen Verbrennungs- und Aufbereitungsanlagen zu verarbeitende Kl\u00e4rschl\u00e4mme bzw. Aschen angenommen werden. Experten gehen davon aus, dass lediglich etwa ein Drittel der gegenw\u00e4rtig im Gespr\u00e4ch befindlichen neuen Anlagen letztendlich gebaut wird. Niemand kann heute abschlie\u00dfend und belegbar sagen, wieviel Verkehr tats\u00e4chlich zuk\u00fcnftig durch die Entsorgung und Verarbeitung von Kl\u00e4rschlammprodukten entstehen wird. Bekanntlich sind Prognosen schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen. Dennoch steht es den Kritikern frei, eigene Szenarien zu entwickeln und hinsichtlich der verkehrsm\u00e4\u00dfigen Auswirkungen zu betrachten. Abgesehen davon wird dem aufmerksamen Leser des vorgestellten \u00bb Fu\u00dfabdruckes\u00ab nicht entgangen sein, dass der auf den Transport entfallende Anteil an Emissionen gegen\u00fcber demjenigen infolge der Verbrennung \u00e4u\u00dferst gering ist und einen verschwindend kleinen Teil von nur knapp f\u00fcnf Prozent der Gesamtemissionen ausmacht. Umso schwerer wiegt der \u00f6kologische Vorteil des im Boden dauerhaft gebundenen Kohlenstoffs.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"710\" height=\"475\" src=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF2741N.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8764\" srcset=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF2741N.jpg 710w, https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF2741N-300x201.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><em>Sind Sie entt\u00e4uscht von der pauschalen Ablehnung der \u00bbStellungnahme\u00ab?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Steffen Heinrich<\/strong>: Nein. Einerseits ist soetwas menschlich. Was man nicht kennt \u2013 das lehnt man ersteinmal ab. Wir sind dankbar, dass in der&nbsp;<em>KA<\/em>&nbsp;die M\u00f6glichkeit geschaffen wurde, einen Diskussionsbeitrag zu einem alternativen Verfahren zu ver\u00f6ffentlichen. Mit der Alternative r\u00fchrt man nat\u00fcrlich immer an der Mainstream-Tradition. Ich wurde vor Jahren um einen Beitrag in der Wissenschaftlichen Zeitschrift der Max-Planck-Gesellschaft zu unserer Kl\u00e4rgasverstromung mit einem Stirling-Motor gebeten. Wir hatten damals bereits mehrj\u00e4hrige Betriebserfahrung. Der Artikel erschien jedoch nie, weil sich keine zwei Gutachter fanden, die \u00fcber die n\u00f6tige Kompetenz verf\u00fcgten, den Inhalt fachlich zu beurteilen. Das ist ein Grundkonflikt zwischen Bew\u00e4hrtem und Alternativem.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber wir leben gerade in einem weltweiten Umbruch ohne Beispiel. Die zentralisierte Industriegesellschaft hat uns in eine Sackgasse gef\u00fchrt. Wir verdanken unsere Existenz nicht uns selbst. Die Erde entstand aus kosmischen organischen Kr\u00e4ften. Wir m\u00fcssen versuchen, die vern\u00fcnftigen Strukturen der Natur zu begreifen, um technologische L\u00f6sungen&nbsp;<em>mit<\/em>&nbsp;der Natur und nicht gegen die Natur zu finden. Im Februar dieses Jahres war in der N\u00e4he des Eingangs zur Messe Berlin ein gro\u00dfer Schriftzug zu lesen gewesen: <em>Alles was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand.<\/em> (Charles Darwin)\u00ab<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"710\" height=\"473\" src=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/200218Bautec4030.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8384\" srcset=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/200218Bautec4030.jpg 710w, https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/200218Bautec4030-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px\" \/><figcaption>Darwin-Zitat gegen\u00fcber des Eingangs zur Messe Berlin<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wenn es der Menschheit in den n\u00e4chsten Jahrzehnten nicht gelingt, sich in die Naturkreisl\u00e4ufe einzuf\u00fcgen, steht ihre Existenz auf dem Spiel. Den Kl\u00e4rwerken kommt in diesem Prozess eine neue Rolle zu. Von einem Abfallvernichter entwickelt es sich zu einer Art Stoffwechsel-Transformator. Wir betreiben in Niederfrohna seit dem Jahre 2010 Kl\u00e4rgasverstromung mit dem Stirling-Motor, nutzen auf unseren D\u00e4chern alle M\u00f6glichkeiten der Gewinnung von Solarenergie und betreiben mit dem durchflie\u00dfenden Abwasser ein Wasserrad. Die Errichtung auch einer Windkraftanlage war uns leider wegen der versch\u00e4rften gesetzlichen Bestimmungen nicht m\u00f6glich. Man braucht jedoch diese vielen verschiedenen Standbeine zur alternativen Energieumwandlung. Die Kl\u00e4rschlammveredlung mit Pyrolyse ist eine logische Weiterentwicklung unseres energetischen Konzeptes aus dem Jahre 2011. Kl\u00e4rschlamm kurzerhand zu verbrennen, passt nicht mehr in unsere Zeit. Es geht heute um Stoffwechseltransformation.&nbsp;Ohne solche Verfahren brauchen wir \u00fcber Nachhaltigkeit gar nicht erst zu reden.&nbsp;Nur mit der Einordnung in Naturkreisl\u00e4ufe werden wir unserer menschlichen Verantwortung zur Bewahrung der Sch\u00f6pfung gerecht.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"940\" height=\"623\" src=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3931Titel.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8765\" srcset=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3931Titel.jpg 940w, https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3931Titel-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF3931Titel-768x509.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 940px) 100vw, 940px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em><strong>Wie ist der aktuelle Stand der Kl\u00e4rschlammveredlung in Niederfrohna?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Steffen Heinrich<\/strong>: Wir haben bisher f\u00fcnf Monate Testbetrieb hinter uns. Die gesammelten Daten werden ausgewertet. Wir bereiten eine Publikation mit der Dokumentation des Verfahrens und aller relevanten Daten auf einer beigelegten DVD vor. Die Versuchsarbeiten verz\u00f6gerten sich etwas. Aber die Erfahrungen im Betrieb der Anlage sind ungeheuer wichtig. Wir mussten den Termin einer f\u00fcr den November geplanten Arbeitstagung leider verschieben. Sie wird nun am 2. Juni 2021 in Niederfrohna stattfinden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Anmeldung erfolgt \u00fcber den Organisator der Tagung, den Mironde Verlag, der am 2. Juni 2021 auch das Handbuch pr\u00e4sentieren wird. (<a>mail@mironde.com<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Sehr geehrter Dr. Heinrich, recht herzlichen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<\/em>  <\/strong><em>Johannes Eichenthal<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"940\" height=\"313\" src=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8758\" srcset=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF.jpg 940w, https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF-300x100.jpg 300w, https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/200702ZVF-768x256.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 940px) 100vw, 940px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"649\" height=\"864\" src=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/9783960630173.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9111\" srcset=\"https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/9783960630173.jpg 649w, https:\/\/www.mironde.com\/litterata\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/9783960630173-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 649px) 100vw, 649px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Die Litterata \u2013 Technik und Poesie in Mitteleuropa \u2013 ist ein Feuilleton des Mironde Verlags (<a href=\"http:\/\/www.mironde.com\">www.mironde.com<\/a>) und des Freundeskreises Gert Hofmann.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im zentralen Kl\u00e4rwerk des Abwasserzweckverbandes \u00bbZweckverband Frohnbach\u00ab in Niederfrohna wurde am 20. 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