Reportagen

SKEPSIS UND HOFFNUNG

Eichenthal fragt was »Weltbürgertum« sei? Er versteht das Individuum als eine Art von »Spiegel« der Welt; und nimmt die existenzielle Perspektive des Individuums ein. Mit wenigen Sätzen skizziert Eichenthal, dass man Weltbürgertum nicht an äußerlichen Attributen (Metropolenbewohner, Weltreisender, Lifestyle) festmachen kann. Wenn von Weltbürgertum die Rede sei, dann könne es nur um ein »inneres Weltbürgertum«, um ein Weltbürgertum »in unserem Kopf« gehen. Damit sei es gleichgültig, an welchem Ort ein Weltbürger lebe. Voraussetzung für ein inneres Weltbürgertum, so Eichenthal, sei allerdings die Aneignung unseres nationalen kulturellen Erbes. Mit wenigen Sätzen macht er klar, dass wir unser nationales kulturelles Erbe nur als Ganzes annehmen oder ablehnen können. Wenn wir es annehmen, erfordert das die Anstrengung der Aneignung; wir gewinnen jedoch damit den Zugang zum inter-nationalen kulturellen Erbe. Wenn wir unser Erbe ablehnen, sind wir kulturlos, und damit auch ohne Zugang zum internationalen-Erbe.

Reportagen

Rainer Klis im Wien

Am Abend des 21. September trafen sich interessierte Besucher in der historischen Gaststätte »Stadt Wien« in Limbach-Oberfrohna. Die 1929 im Stil eines Wiener Beisls ausgebaut Wirtschaft ist noch heute im Originalzustand bewahrt. Für Rainer Klis war es sozusagen ein »Heimspiel«. Einerseits verbrachte er einige Jahre seiner Kindheit im nahen Oberfrohna. Andererseits ist er dem Limbacher […]