Reportagen

ERINNERUNG AN JULIUS MOSEN

Der Romanschriftsteller, Novellist, Lyriker, Balladendichter und Dramatiker Julius Mosen (eigentl. Moses) wurde am 8. Juli 1803 im vogtländischen Marieney geboren und verstarb am 10. Oktober 1867 in Oldenburg. Der Sohn eines Volksschullehrers besuchte 1817/21 das Gymnasium in Plauen, studierte 1822 Jura in Jena, brach das Studium ab, erhielt Honorare für ein von Goethe preisgekröntes Festgedicht, […]

Rezension

HERDER HEUTE

  Am 25. August 2017 jährt sich der Geburtstag von Johann Gottfried Herder zum 273. Male. Selbst im deutschsprachigen Raum ist er heute nahezu vergessen. Mit dem ideologischen Verdikt eines »postnationalen Zeitalters« versuchen Teile der Funktionseliten ihrer Verantwortung für das nationale kulturelle Erbe zu entkommen.   In diesem Lichte hat die Veröffentlichung »Skepsis und Hoffnung« […]

Reportagen

GUNTRAM VESPER IN HÜTTENBERG-REISKIRCHEN

Für den 8 . Juli hatte der Bücherliebhaber Dieter Lehnhardt, er ist auch Mitherausgeber des Büchersammlerbuches »Haben Sie das alles gelesen?«, zu einer Lesung von Guntram Vesper, dem Träger des Leipziger Literaturpreises von 2016, nach Hüttenberg-Reiskirchen eingeladen. Am Nachmittag warteten bereits die Stühle auf Lesende und Gäste. Selbst das preisgekrönte Buch »Frohburg« lag schon bereit […]

Reportagen

FRIEDRICH NIETZSCHES GESCHICHTE OHNE VERGANGENHEIT

Karsten M. Thiel veröffentlichte seine neueste Arbeit zum Werk Friedrich Nietzsches. Es ist nicht die erste Untersuchung von Leben und Werk Nietzsches und wird dem Anschein nach auch nicht die letzte sein. Auf immer neue Generationen wirkt das Leben des im kleinen Dörfchen Röcken bei Weißenfels geborenen protestantischen Pfarrerssohnes anziehend. Thiel schränkt seine Darstellung auf […]

Interview

LESENACHT IN DER CHEMNITZER STADTBIBLIOTHEK

Im Umfeld des 23. April, des »Welttages des Buches«, veranstaltet die Stadtbiblio­thek Chemnitz seit vielen Jahren eine »Lesenacht«, mit zahlreichen Veranstaltungen auf mehreren Ebenen des von Hermann Tietz erbauten ehemaligen Kaufhauses »Tietz«. In diesem Jahr fand die Veranstaltung am Sonnabend, dem 22. April statt. Clara Schwarzenwald sprach mit Elke Beer, der Leiterin der Chemnitzer Stadt­biblio­thek. […]

Reportagen

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG IM PRELLBOCK

Für den 8. April war in der Groß-Mützenauer Galerie »Zum Prellbock« die Eröffnung einer Cartoon-Ausstellung und eine Lesung angekündigt. Dichter Ludhardt M. Nebel trat hier erstmals vor das Publikum, um aus seinem Gedichtband »Wenn ich Flügel hätt’«, zu lesen. Die Galerie befindet sich im ehemaligen Bahnhofsgebäude von Obergräfenhain. Der legendäre Prellbock-Gastwirt Matthias Lehmann gewährte dem […]

Reportagen

SKEPSIS UND HOFFNUNG

Eichenthal fragt was »Weltbürgertum« sei? Er versteht das Individuum als eine Art von »Spiegel« der Welt; und nimmt die existenzielle Perspektive des Individuums ein. Mit wenigen Sätzen skizziert Eichenthal, dass man Weltbürgertum nicht an äußerlichen Attributen (Metropolenbewohner, Weltreisender, Lifestyle) festmachen kann. Wenn von Weltbürgertum die Rede sei, dann könne es nur um ein »inneres Weltbürgertum«, um ein Weltbürgertum »in unserem Kopf« gehen. Damit sei es gleichgültig, an welchem Ort ein Weltbürger lebe. Voraussetzung für ein inneres Weltbürgertum, so Eichenthal, sei allerdings die Aneignung unseres nationalen kulturellen Erbes. Mit wenigen Sätzen macht er klar, dass wir unser nationales kulturelles Erbe nur als Ganzes annehmen oder ablehnen können. Wenn wir es annehmen, erfordert das die Anstrengung der Aneignung; wir gewinnen jedoch damit den Zugang zum inter-nationalen kulturellen Erbe. Wenn wir unser Erbe ablehnen, sind wir kulturlos, und damit auch ohne Zugang zum internationalen-Erbe.