Reportagen

Kammweg-Literaturpreis 2011

Am 8. Mai 2011 hatte der Kulturraum Erzgebirge Mittelsachsen nach Schloss Schwarzenberg eingeladen, um die diesjährigen Kammweg-Literaturpreises zu übergeben.


Kulturraum-Sekretär Steffen Meyer, der mit seinen Mitarbeitern den Wettbewerb organisiert und durchgeführt hatte, begrüßte voller Freude die Gäste. Gemäß dem Turnus des Kammweg-Preises stand in diesem Jahr Lyrik auf dem Programm. 55 Aktive hatten das Wagnis auf sich genommen, jeweils zehn Gedichte einzureichen.

Lukas Heinig improvisierte schwungvoll am Flügel und setzte überraschende Akzente. Ein Genuss.


Der Stellvertreter des Landrats Andreas Stark vermochte in einer engagierten   und offenen Rede den Zusammenhang zwischen Landschaft, Sprache und Literatur aufzuzeigen. Es gelang ihm ein sehr glaubwürdiges Plädoyer für das Erzgebirge.


Die Preisträger des Wettbewerbes, die bereits während der Leipziger Messe bekannt gegeben worden waren, erhielten im Anschluss ihre Auszeichnungen. Texte der beiden Hauptpreisträger Annett Friebel und Ulf Großmann wurden von Schauspielern aus Annaberg-Buchholz vorgetragen. Karin Anfelder, die den Sonderpreis in Mundart erhielt, trug ihren Text selbst vor und erhielt sehr starken Beifall für ihren ehrlichen Mutter(sprach-)witz.

Im Anschluss überreichte der stellvertretende Landrat Anerkennungspreise an Katrin Albrecht, Anita Keil, Wolfram Liebing und Helga Zehrfeld. (v. re.)
Johannes Eichenthal

PS. Zuletzt, doch nicht vergessen, fügen wir ein Gedicht eines Teilnehmers an, der keinen Preis erhielt, jedoch trotzdem Spaß am Schreiben hat. Darum geht es doch beim Kammweg-Wettbewerb. Oder?

Augenblicke eines Lebens
Anfragen

Du?

Hast Du die Liebe gespürt?
Wie sie uns quält,
die Stunden uns zählt?
Wie sie uns Kraft gibt und Mut?

Mir

hat die Brust sie zerwühlt,
das Fieber gekühlt,
mich glücklich gemacht,
ins Herz gesenkt mir die Glut!

Du?

Kennst Du der Liebe Gewalt?
Wie Sorgen sie macht?
Wie göttlich sie lacht?
Wie sie uns krank macht und schwach?

Mir

hat sie Ängste beschert,
dass ich Dich verlier,
Deinen Kuss nie mehr spür!
Mein Blut ward zum tosenden Bach!

Du?

Willst Du die Liebe erfahr’n?
Wie Lust sie erweckt,
das Paradies uns entdeckt?
Wie sie uns frei macht und schön?

Mich

hat mit Macht sie gelehrt,
Dich zu verehr’n,
Dich zu begehr’n
Dass ich nach Dir mich nur sehn’!

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