Reportagen

Sein und Holz

Am Sonnabend, dem 3. März 2012, hatten Freunde der Skulptur zu einer Ausstellung in das ehemalige Atelier von Hans Brockhage nach Schwarzenberg eingeladen.

Ursula Brockhage, die Witwe des Meisters, begrüßte große und kleine Gäste, zu einer Ausstellung mit großen und kleinen Exponaten.

Der Bermsgrüner Schnitzer Harry Schmidt (1927–2003) fertigte Miniaturen mit höchster Präzision. Bis ins Detail bearbeitete Schmidt das Holz. Selbst unter der Lupe kann man wahrscheinlich keine Abweichungen von der Wirklichkeit feststellen. Traditionelle erzgebirgische Weihnachtssujets wurden von Schmidt bearbeitet, wie auch Motive aus der sächsischen Geschichte.

Der Skulpturist Hans Brockhage (1925–2009) dagegen nahm Mooreichenstämme gern so, wie sie in der Natur gewachsen waren. Er bearbeitet diese nur minimal. Mit den Jahren eröffnete er dem Betrachter damit mehr und mehr die Vergänglichkeit unserer Existenz, die religiöse Dimension von Kunst und einen poetischen Blick auf die Schöpfung.

Wie die Organisatoren mitteilten, sind weitere Ausstellungen geplant.

Johannes Eichenthal

 

Information

Harry Schmidt: Schnitzen meine Welt. Beitrag zur Geschichte des erzgebirgischen Schnitzens.

 

 

Hans Brockhage: Paradies ist Sehnsucht. Zur westerzgebirgischen Schnitzkunst. ISBN 978-3-937654-36-2

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