Reportagen

Dr. Karl May in Hohenstein-Ernstthal

Das traditionsreiche Bergfest von Hohenstein-Ernstthal stand in diesem Jahr im Zeichen des großen Schriftstellers Dr. Karl May. Befreundete Indianer, dem Anschein nach vom Stamme der Apachen, verwandelten den Pfaffenberg in friedliches Indianerland.

Am Rande des kleinen Zeltdorfes stand das Café-El-Kahira. Hier wurden, bei schwarzem, heißem und süßem arabischen Kaffee und schmackhaftem Dattelkuchen, Geschichten erzählt. Für Freitag, den 10. August, war um 17.00 Uhr Herr Kara Ben Nemsi angekündigt. Er sollte Geschichten aus der Heimat lesen.

Aufgrund einer Verspätung des Orient-Expresses, das hätte es früher nicht gegeben, kam Kara-Ben-Nemsi mit einstündiger Verspätung nach Hohenstein-Ernstthal. Man sah ihm seinen Unzufriedenheit an.

Die Zuhörer hatten lange und geduldig gewartet. Zum Glück sprang der anwesende Dr. Karl May freundlicherweise spontan ein und las aus einer seiner frühen Erzählungen, aus dem »Teufelsbauern«. Viele Zuschauer waren erstaunt. Geschichten aus dem Erzgebirge hatte sie von Dr. Karl May (4. von rechts, an seinem Sombrero zu erkennen) nicht erwartet. Wenn man offen ist, vermag man immer wieder Neues zu entdecken. Am Ende fachsimpelte eine fröhliche Runde noch lange über Gott und die Welt. Auch Kara Ben Nemsi lachte wieder. Dr. Karl May bedauerte allerdings die Zugverspätung. Er hätte zu gern einmal seinen Kollegen Kara Ben Nemsi lesen hören. Schade. Vielleicht ein Andermal.

Zu danken ist den vielen fleißigen, ehrenamtlichen Helfern, die auch dieses Bergfest möglich machten.

Johannes Eichenthal

 

Information

Karl May: der Teufelsbauer. herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Klaus Walther. Illustriert von Birgit Eichler; 12,4 × 18,6 cm, 96 S., Engl. Broschur.

ISBN 978-3-937654-45-4

www.mironde.com

Weitere Veranstaltungen sind über das Karl-May-Haus zu erfahren

www.karl-may-haus.de

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