Technologie

Sommer in Wien

 

Der 17. Juni 2013, war ein heißer Sommertag in Wien. Am späten Nachmittag sind es auf der Maria-Hilfer-Straße stolze 32 Grad Celsius im Schatten. Aber ich habe keine Zeit, um die sich endlos aneinander reihenden Schaufenster zu würdigen. Bin ich nicht schon zu weit gelaufen? Nein, da sehe ich den Flakturm beim Esterhazy-Park. Nur noch wenige Schritte und ich bin an der Gumpendorfer Straße 63B angelangt. Hier hat die IG Architektur Ihren Sitz. Um 17.00 Uhr soll das neue Programm Archicad17 vorgestellt werden.

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Im Gebäude ist es angenehm kühl. Ich bin zu früh. Stühle werden noch gestellt, Computeranschlüsse überprüft, Beamer eingestellt. Weitere Besucher erscheinen. Langsam füllt sich der Raum mit  jungen Leuten. (Bei der Hitze wird selbst das übliche uniforme Schwarz der Architekten etwas aufgelockert.) Der Zeiger meiner Uhr erreicht die fünf – 17.00 Uhr – aber nirgends ein Anzeichen dafür, dass es endlich losgehen … Irgendjemand meint, dass man  hier peinlich genau das so genannte »Akademikerviertel« einhalten müsse. Naja.

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Ich schätze mittlerweile 70 bis 80 Besucher. 17.17 Uhr ist es nach meiner Uhr, als Alfred Hagenauer, der Geschäftsführer der Wiener A-Null Bausoftware GmbH, die Gäste begrüßt. Der »BIM steckt im Detail« sei das Motto der heutigen Archicad-17-Präsentation.

Und schon ging es los. Zwei junge Männer (Bernhard Binder und Christoph Eichler sagte man mir später) führten in einer Art Doppelkonferenz mit zwei Beamern durch den Abend. Auf der einen Seite die Themen und auf der anderen Seite, sozusagen »live« im Architektursoftwareprogramm Archicad, in der neuen Version Archicad 17.

Ich habe zwar auch einmal ein paar Semester Architektur studiert, doch hier konnte ich der Erklärung kaum folgen. Am Ende war ich ziemlich geschafft. Alfred Hagenauer tröstete mich später. Das sei nur am Anfang so. Wenn man sich hineindenke, dann könne man das Programm schnell begreifen.

Auf meine Frage, was die Besonderheit dieses BIM-Programmes ausmache, sagte er mir, dass BIM für »Building Information Modelling« stehe. Auf meinen fragenden Blick fügte er an: Na eben eine digitale, selbstreferentielle, lernfähige, integrative Bauwerksplanung.

Nein?

Doch!

Ich werde schon noch hinter den Sinn dieser Worte kommen.

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Die rasante Vorstellung des neuen Programmes am Nachmittag eines heißen Sommertages ging dem Anschein nach an den anderen Gästen auch nicht spurlos vorbei. Gute Geister wie Isabella Hagenauer hatten an die leibliche Stärkung nach der geistigen Strapaze gedacht. Wie eine Oase in der Wüste tauchten vor uns herzhafte Speisen und gekühlte Getränke auf. Zuerst Wasser (in Wien ist das Leitungswasser aus dem Wienerwald), aber auch Wein, Mineral (!), Bier, Orangensaft …

Und erst das Buffet! Hausgemachte Leckereien: Tomaten-Mozzarella-Basilikum Spieße, Partybrot (Weißbrot gefüllt mit Schinken, Käse, Ei-Aufstrich), Schinkentascherln (gebackener Blätterteig gefüllt mit Schinken und Käse), Pikantes Huhn am Spieß (Hühnerfleisch abgebraten und in eine Soße eingelegt, anschließend auf grünem Salatblatt und Baguettescheibe angerichtet), Tramezzini mit Ei und Thunfischaufstrich, Rohkost in Knoblauchrahmdip (Karotten, Paprika, Gurken, Selleriestangen). Als süße Speise gab es einen Blechkuchen mit Rum-Zucker-Glasur … und … und … und. Erst jetzt bemerkte ich die rosa Pfingstrosen auf den Tischen und ein Buschen, wie man hier sagt, Pfefferminze.

Das Leben ist schön.

Schnell waren die Anstrengungen vergessen. Ich komme mit jungen Wiener Architekten ins Gespräch. Für sie ist der Umgang mit einer solchen Software selbstverständlich. Anstrengung und Vergnügen gehören dem Anschein nach zusammen. Es gibt eben kein Vergnügen ohne Anstrengung.

Johannes Eichenthal

 

 

Information

http://www.ig-architektur.at/cms/index.php?idcat=21

http://www.a-null.com/ARCHICAD17-Veranstaltung.php

http://www.a-null.com/ARCHICAD-17-Updatekurs.php

http://www.a-null.com/flexijet.php

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