Reportagen

Heinz Hammer Porträtfotografie

Mit Klängen des Posaunenchores der Kirchgemeinde Niederfrohna begann am 10. Februar eine Ausstellungseröffnung der besonderen Art. Mehr als 180 Besucher waren gekommen.

Petra Hammer, die Leiterin der Kleinen Galerie des Heimatvereines Niederfrohna e.V., stellte dem Publikum an diesem Abend den Fotografen Heinz Hammer vor. Eigentlich wäre das nicht nötig gewesen, denn das Publikum kannte den Künstler zum größten Teil bereits. War es doch Heinz Hammer gewesen, der während des Heimatfestes im Jahre 2011 in Niederfrohna hunderte Porträtfotos machte.

Heinz Hammer dankte anschließend für die Möglichkeit zur Ausstellung eines Teiles seiner Arbeiten (Es wurden 271 großformatige Fotos gezeigt.) Der Künstler betonte noch einmal, dass er mit der Ausstellung das auch das hohe Engagement der Niederfrohnaer für ihr Heimatfest würdigen möchte.

Nach der Eröffnung der Ausstellung enthüllten Mitglieder des Heimatvereins die großen Bilderreihen.

Die Besucher nahmen sich ausgiebig Zeit, um die Fotos zu betrachten. Dieser und jener erkannten sich oder einen Bekannten wieder. Man erkannte Details.

Der Künstler kam mit seinen »Modellen« ins Gespräch.

Petra und Heinz Hammer – hier selbst einmal auf einem Porträt-Foto.

Einer der ersten Gäste der Ausstellung war Bürgermeister Klaus Kertzscher.

 

 

Kommentar

Es war wieder einmal erstaunlich, was eine kleine Gemeinde wie Niederfrohna auf die Beine stellen kann. Aber es ist ja nicht »die« Gemeinde, es sind die Menschen, die in der Gemeinde leben. Der Heimatverein organisierte liebevoll eine Abendveranstaltung für fast 200 Gäste. Die Gemeindeverwaltung unterstütze das Vorhaben zuverlässig. Die Kindertagesstätte stellte ihren Sportsaal zur Verfügung. Der Bauhof bereitete den Raum für die Abendveranstaltung vor. Wiener Würstchen und Bier wurden kostenlos angeboten.

Der Bürgermeister berichtete den Bürgerinnen und Bürgern über die Erfahrungen im vergangenen Jahr und zu den Zielen der Gemeinde im Jahre 2012.

Die Fotos von Heinz Hammer dokumentieren viele Gesichter von aktiven Menschen der Gemeinde. In gewissem Sinne gibt der Fotograf die individuelle Seite der Geschichte einer kleinen Gemeinde wieder. Der Ortschronist Horst Strohbach, der bereits in den 1920er Jahren Gemeindegeschichte schrieb, in dem er Interviews mit älteren Menschen führte, der orientierte sich an der Forderung von Jakob Grimm, dass Geschichtsschreibung viele Stimmen wieder geben müsse, weil Geschichte ein »vielstimmiger« Prozess sei. Grimm konnte seine eigene Forderung nicht einlösen.

In den USA wurden in den 1920er Jahren erste sozial-dokumentarische Fotoserien angefertigt. Horst Strohbach hatte diese Mittel nicht zur Verfügung. In gewissem Sinne knüpfte Heinz Hammer mit seinen dokumentarischen Porträtfotos aber an diesem Projekt an: er vermag es der menschlichen Geschichte Gesichter zu geben.

Dem Heimatverein Niederfrohna e.V. und seinen vielen Unterstützern ist zu danken, dass er dem Schaffen von Heinz Hammer ein angemessenes Forum bietet. Die Ausstellung ist ab 14.2.2012 in der kleinen Rathausgalerie zu den regulären Öffnungszeiten und auf telefonische Anmeldung noch bis Ende März zu sehen. (www.niederfrohna.de)

 

Der Heimatvereinsvorsitzende lud am Ende zur nächsten Veranstaltung ein. Am Dienstag, dem 20. März 2012, wird Prof. Eberhard Görner im Saal des Rathauses Niederfrohna sein neuestes Buch über die »Kavaliersreise von Kurfürst August dem Starken« vorstellen. Das Buch hat auf der Leipziger Buchmesse vom 15.-18.3.2012 Premiere. In Niederfrohna wird Prof. Görner schon erwartet. Wegen des begrenzten Platzangebotes wird um telefonische Anmeldung imRathaus Niederfrohna gebeten. (03722/92245)

Johannes Eichenthal

 

 

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