Reportagen

GEORG HÖHLIG – ERZGEBIRGSLANDSCHAFTEN

Am Abend des 21. Mai wurde auf Schloss Schlettau die Sonderausstellung »Georg Höhlig (1879–1960) – Erzgebirgslandschaften« eröffnet.

Um 18.00 Uhr, sechs Minuten nach dem astronomischen Sommeranfang, wurde im Rittersaal von Schloss Schlettau mit Bachinterpretationen und drei Reden in Leben und Werk Höhligs eingeführt.
Alexander Stoll nannte einige Lebensdaten des Künstlers, der 1879 in Leipzig als Sohn eines Bürgerschul-Zeichenlehrers geboren wurde, 1894–97 an der Leipziger Akademie und 1897–1902 an der Münchner Akademie bei Gabriel von Hackl studierte. Ab 1902 war Höhlig freischaffend. Von da an wechselten nach Ausbruch einer Tuberkulose Heilaufenthalte in Vogtland und Erzgebirge und Studienreisen in die Schweiz, nach Italien, nach Sylt, nach Ahrenshoop und nach Paris. 1940 zog Höhlig gemeinsam mit seiner Schwester nach Erla-Crandorf. Unterstützt wurde er hier unter anderem vom Schwarzenberger Fabrikanten und Kunstkenner Friedrich Emil Krauß.
In Erla-Crandorf verstarb Georg Höhlig 1960.

Die Landschaftsbilder, von denen wir nur Ausschnitte wiedergeben können, zeigen eine solide handwerklich Ausbildung und eine hohe stilistische Kontinuität. Der Vordergrund, so Stoll, sei oft sehr strukturiert, der Hintergrund dagegen glatt. Besondere Aufmerksamkeit habe der Himmel erfahren. Bilderbuchhimmel kamen bei Höhlig nicht vor. Stoll zitierte den Schwarzenberge Skulpturisten Hans Brockhage: »Bei Höhlig ist am Himmel immer was los.«

Auch in den Zeichnungen wird die solide Ausbildung und die Fähigkeit zur inhaltlichen Beschränkung Höhligs deutlich.

Höhligs begrenzte auch die Zahl seiner Motive. Er konzentrierte sich eher darauf, ein-und-denselben Blick zu verschiedenen Jahreszeiten zu erfassen.

Der Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst, die sich seit vielen Jahren um die Künstler der Erzgebirgsregion verdient gemacht hat, ist für diese interessante Wiederentdeckung zu danken. Die Ausstellung ist noch bis zum 27. Oktober 2019 zu sehen. Im November zeigt die Sammlung dann die traditionelle Ausstellung mit Neuerwerbungen des Jahres.
Clara Schwarzenwald

Information
www.erzgebirgische-landschaftskunst.de

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