Wolfgang Eckert
Reportagen

WOLFGANG ECKERT HÖRTE AUF ZU SCHREIBEN

Der Schriftsteller Wolfgang Eckert verstarb am 4. September 2026 in Meerane. Dort war er am 28. April 1935 auch geboren worden. Er hinterlässt ein umfangreiches Werk. Eines seiner bekanntesten Bücher ist vielleicht der 1982 im Mitteldeutschen Verlag erschienene Roman »Familienfoto«. Auch im Mironde-Verlag veröffentlichte er zwei Bücher. Wir wollen an diese Zusammenarbeit erinnern.

Wolfgang Eckert

Wolfgang Eckert beim Signieren

Am 3. Mai 2010 stellte Wolfgang Eckert in der Meeraner Stadtbibliothek das im Mironde-Verlag erschienene Buch »Das ferne Leuchten der Kindheit« vor.

Wolfgang Eckert
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Am 3. Juli 2011 würdigte Wolfgang Eckert seinen Kollegen Günter Saalmann, anlässlich dessen 75. Geburtstages. (Günter Saalmann (li.) Joe Sachse bei einem Konzert vor Schulkindern in Niederfrohna.)

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Wolfgang Eckert beim Signieren

Am 26. September 2011 stellte Wolfgang Eckert in der Meeraner Stadtbibliothek das im Mironde-Verlag erschienene Buch »Rettet die Clowns« vor.

Wolfgang Eckert
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Am 18. März 2012 las Wolfgang Eckert auf der Leipziger Buchmesse aus »Rettet die Clowns«. (Hier gemeinsam mit der jungen Lyrikerin Juni Kröner)

Wolfgang Eckert

Am 25. März 2012 würdigte Wolfgang Eckert seinen Kollegen Dr. Klaus Walther (Bildmitte, nach einer Lesung zur Leipziger Buchmesse) zu dessen 75. Geburtstag.

Wolfgang Eckert

Am 27. Oktober 2012 las Wolfgang Eckert, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen des Sächsischen Schriftstellervereins in der Chemnitzer Stadtbibliothek zur »Herbstlese« aus »Rettet die Clowns«.

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Am 24. Januar 2013 las Wolfgang Eckert aus »Rettet die Clowns« in der Lunzenauer Gaststätte zum Prellbock«.

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Am 20. Mai 2014 las Wolfgang Eckert in der Stollberger »Buchhandlung Walther«, anlässlich des 70. Todestages des Meeraner Publizisten Erich Knauf, aus seiner Knauf-Biographie, die 1998 im Chemnitzer Verlag von Dr. Klaus Walther (re.) unter dem Titel »Heimat deine Sterne« herausgegeben wurde.

Wolfgang Eckert

Die Lunzenauer Gaststätte »Zum Prellbock« erinnert seit einigen Jahren mit einem Baum, der anlässlich der Goldenen Hochzeit des Ehepaares Eckert gepflanzt wurde, an Wolfgang Eckert.

Der Baum wird weiter wachsen und an den Schriftsteller erinnern.

Clara Schwarzenwald

Die Litterata – Technik und Poesie in Mitteleuropa – ist ein Feuilleton des Mironde Verlags (www.mironde.com) und des Freundeskreises Gert Hofmann.

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One thought on “WOLFGANG ECKERT HÖRTE AUF ZU SCHREIBEN”

  1. »Heimat Deine Sterne – Leben und Sterben des Erich Knauf – Eine Biografie – Für Erna Knauf«

    Meine Erinnerung an den Autor Wolfgang Eckert

    Es wird nun fast ein Vierteljahrhundert her sein, dass ich im Wintergarten der Eckerts in Meerane saß. Damals schrieb ich am Katalogband »Erich Ohser – e.o.plauen (1903 – 1944) Der politische Zeichner«. Bekanntlich ist Erich Ohser e i n e r der »Drei Erichs«, die in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts eine intensive Produktionsfreundschaft verband. Als da waren: Erich Kästner, Erich Knauf und Erich Ohser. Doch im Gegensatz zu Kästner, der das Kriegsende 1945 mit einem Ufa-Filmteam in Tirol überleben konnte, wurden Ohser und Knauf, nach wie vor eng befreundet, wegen »fortgesetzter regimefeindlicher Äußerungen« im März 1944 gemeinsam denunziert und als W e h r k r a f t z e r s e t z e r von der Berliner Gestapo verhaftet. Beiden droht die Todesstrafe. Ohser nimmt sich, den Henkern vorgreifend, am frühen Morgen des 6. April 1944 in der Untersuchungshaftanstalt Alt-Moabit das Leben. Knauf wird vom Präsidenten des Volksgerichtshofes zum Tode verurteilt und am 2. Mai 1944 in Brandenburg-Görden hingerichtet. Dies zur historischen Grundierung. Bei der Lektüre von Wolfgang Eckerts Knauf-Biografie hatte ich jedoch Details zur Gestapohaft der beiden Erichs gefunden, die ich aus dem Plauener Erich-Ohser-Nachlass so nicht kannte. Ich habe dann mit Eckert Kontakt aufgenommen und an einem bedeckten Vormittag im Frühjahr 2002 saß ich ihm in Meerane schließlich gegenüber um Quellenlagen auszutauschen. Tatsächlich hatte W.E. – mit der ihm natürlichen Chuzpe – schon Mitte der 1970er Jahre die in Westberlin lebende Erna Knauf angeschrieben. Sicher wird man damals einen Blick auf diesen Brief geworfen haben, aber Erna Knauf (WB) hatte die Post aus Meerane (DDR) – der Geburtsstadt ihres Erichs – beantwortet. Eckert hielt den Kontakt über die Jahre und konnte endlich 1990 die Witwe des renitenten Sozialdemokraten und gerichtsnotorischen Redakteurs der Plauener Ausgabe der »Volkszeitung«, des späteren Schriftleiters der »Büchergilde Gutenberg« und Schutzhäftlings von Hermann Görings Gnaden, in Westberlin besuchen. Die Ausbeute dieser persönlichen Begegnung war, über die menschliche Seite hinaus, ein dickes Bündel Kopien: Plauener Gerichtsbeschlüsse aus den zwanziger Jahren, Belege über die Schutzhaft in den KZ Oranienburg und Lichtenburg 1934, eine überaus dichte Gestapo-Aktenlage von 1944 und schließlich das Freisler-Urteil und mehr. Eine auf den ersten Blick unübersehbare Menge an Material zur dramatischen Vita des Erich Knauf, zusammengetragen und recherchiert über Jahrzehnte von einer unentwegten Erna Knauf. Großzügig überließ mir Wolfgang Eckert damals das Konvolut zur freien Nutzung für meinen »Politischen Zeichner« (Vogtlandmuseum Plauen, 2004). Es ist in dessen Kapitel XI. »Das Krokodil verschlingt den Menschen« nachhaltig eingeflossen. Der Tag mit Wolfgang Eckert ist mir über die Jahrzehnte geblieben. Das lebendige Bild, dass er mir damals vom Dichter und Menschen Erich Knauf gezeichnet hat, habe ich aufbewahrt.
    Heimat Deine Sterne.
    Detlef Manfred Müller

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