Essay

Gert Hofmann zum 20. Todestag

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Am 1. Juli traf sich der Freundeskreis Gert Hofmann in der Limbacher Gaststätte »Stadt Wien«, um dem Namensgeber zu gedenken. Gert Hofmann, einer der meistübersetzten deutschen Gegenwartsschriftsteller, wurde am 29. Januar 1931 in Limbach geboren. Die Gaststätte »Stadt Wien« ist einer der wenigen Orte, die noch so erhalten blieben, wie sie in der Kindheit Gert Hofmanns waren. Gert Hofmann, ein studierter Slawist, Anglist und Germanist, sowie promovierter Anglist, lehrte deutsche Sprache und Literatur in Frankreich, Großbritannien, den USA und in Jugoslawien. Mit etwa 50 Jahren veröffentlichte er erste Prosatexte. Von 1979 bis 1993 entstanden 14 Romane und Erzählungen. Am 1. Juli 1993 verstarb er in Erding bei München.

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Man hörte an diesem Abend Musik von Van Morrison, die Gert Hofmann besonders mochte. Und es gab eine besondere Torte, verziert mit Fähnchen. Auf diesen waren die Titel der Buchpublikationen Gert Hofmanns zu lesen. Andreas Eichler erinnerte daran, dass der 1. Juli auch der Geburtstag von Johann Christoph Lichtenberg, einem der Lieblingsautoren Hofmanns. Bis zuletzt habe Gert Hofmann an seinem Lichtenberg-Roman »Die kleine Stechardin« gearbeitet. Das Buch erschien postum. Abschließend las Eichler ein Stück aus dem Roman »Die Fistelstimme«, dem eigentlichen Erstlings-Prosawerk Hofmanns, das aber durch Zufälle bedingt erst einige Jahre später erschien.

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Der Freundeskreis übergab am Ende dem Wirtsehepaar Hoyer ein großformatiges Foto des Geburtshauses von Gert Hofmann (Aufnahme vom 29. Januar 1999). Das Gert-Hofmann-Geburtshaus stand bis zu seinem Abriss nur 50 Meter vom »Stadt Wien« entfernt.

Johannes Eichenthal

 

Information

Das Wirtsehepaar Hoyer hat eine kleine Erinnerungsecke für Gert Hofmann eingerichtet. www.stadtwien.de

 

BR2, das Kulturprogramm des Bayrischen Rundfunks, sendete am 30.6. und 6.7.2013 Erinnerungen an den großen Erzähler Gert Hofmann.

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