Reportagen

SKEPSIS UND HOFFNUNG

Eichenthal fragt was »Weltbürgertum« sei? Er versteht das Individuum als eine Art von »Spiegel« der Welt; und nimmt die existenzielle Perspektive des Individuums ein. Mit wenigen Sätzen skizziert Eichenthal, dass man Weltbürgertum nicht an äußerlichen Attributen (Metropolenbewohner, Weltreisender, Lifestyle) festmachen kann. Wenn von Weltbürgertum die Rede sei, dann könne es nur um ein »inneres Weltbürgertum«, um ein Weltbürgertum »in unserem Kopf« gehen. Damit sei es gleichgültig, an welchem Ort ein Weltbürger lebe. Voraussetzung für ein inneres Weltbürgertum, so Eichenthal, sei allerdings die Aneignung unseres nationalen kulturellen Erbes. Mit wenigen Sätzen macht er klar, dass wir unser nationales kulturelles Erbe nur als Ganzes annehmen oder ablehnen können. Wenn wir es annehmen, erfordert das die Anstrengung der Aneignung; wir gewinnen jedoch damit den Zugang zum inter-nationalen kulturellen Erbe. Wenn wir unser Erbe ablehnen, sind wir kulturlos, und damit auch ohne Zugang zum internationalen-Erbe.

Reportagen

Karl May heute lesen

Der Abend des 1. November war regnerisch. Die zurückgekehrte Normalzeit ließ uns die Dämmerung verkürzt, als Einbruch der Dunkelheit wahrnehmen. Den Durch­schnitt­sbürger zog es dem Anschein nach zum Fernseher. Dort schläft man am schnellsten ein. Doch in der Klisschen Buchhandlung war an diesem finsteren Abend noch Licht. Hier hatte sich eine kleine Runde zusammengefunden – […]

Reportagen

Malerei und Grafik von Renate Leunig in Hohenstein-Ernstthal

Oberbürgermeister Erich Homilius erinnerte zur Eröffnung der Ausstellung mit Malerei und Grafik von Renate Leunig an die Zusammenarbeit mit der Künstlerin im 1990 neu gewählten Stadtrat. Monika Zscheppank hob in der Laudatio hervor, dass die gelernte Industriekauffrau Renate Leunig, geboren 1935 in Glauchau, die künstlerische Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit als Lebensweise entdeckte. Über verschiedene Studien […]